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Wahl der Sportler des Jahres 2017 Ju-Jutskua Jannik Schulze glänzt mit Technik und Fairness

Von Richard Schmid | 11.02.2018, 10:35 Uhr

Bis zum 2. März 2018 stellt die dk-Lokalredaktion die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften vor, die für die Wahl der Sportler des Jahres 2017 in Delmenhorst nominiert sind. Dieses Mal: Jannik Schulze. Der Ju-Jutsuka des Delmenhorster TV gewinnt zwei Landesmeistertitel und wird DM-Fünfter.

Rainer Sonntag, Ju-Jutsu-Trainer des Delmenhorster TV, kommt, angesprochen auf seinen Schützling Jannik Schulze, richtiggehend ins Schwärmen: „Jannik ist mit Abstand das Aushängeschild unserer Abteilung. Nicht nur wegen seiner großartigen technischen und kämpferischen Fähigkeiten, sondern vor allem wegen seiner Fairness.“ So habe sich Schulze nicht gescheut, Kampfgerichte bei Fehlentscheidungen zu korrigieren, selbst wenn es für ihn dadurch Punktabzüge gegeben habe und Kämpfe verloren gingen. Wobei sich verlorene Kämpfe bei dem 17-jährigen Athleten doch deutlich in Grenzen hielten.

Jannik Schulze belegt bei der DM Rang fünf

Im Jahr 2017 feierte er gleich zwei Landestitel. Sowohl im Bodenkampf als auch im Ju-Jutsu-Fighting gewann er in seiner Altersklasse bei den Meisterschaften, die in Delmenhorst ausgetragen wurden, den Titel. Ein sehr guter fünfter Rang bei den deutschen Meisterschaften rundete seine Erfolgsbilanz ab. Auch in den Jahren zuvor ließ Schulze sein großes Können aufblitzen: Zahlreiche Meistertitel sowie ein hervorragender dritter Platz bei den deutschen Meisterschaften 2015 schmücken seine Vita.

Bereits mit neun Jahren kam Schulze über seine Schwester zum ersten Mal mit dem Kampfsport in Berührung. Ein Schnupperkurs beim DTV hat ihm auf Anhieb so gut gefallen, dass er seine bisher favorisierte Sportart, den Fußball, ad acta legte. Vor allem der direkte Vergleich mit anderen Sportlern hat es ihm angetan. „Mir macht es großen Spaß, im Wettkampf mein Können zu zeigen“, sagt er, der aufgrund seiner sauberen und präzise ausgeführten Technik zu den besten seines Sports zu zählen ist. Beim Ju-Jutsu-Fighting sind Wurf-, Hebel-, Schlag- und Tritttechniken im Leichtkontakt erlaubt. Dabei werden Treffer, aber auch die Ausführung durch ein Kampfgericht bewertet. Allerdings liegt die Fortsetzung der sportlichen Karriere des jungen Ju-Jutsuka momentan auf Eis. Aufgrund seiner Ausbildung zum Erzieher hat er seinen Sport derzeit an den Nagel gehängt. „Beides unter einen Hut zu bringen, Ausbildung und Sport, das ist zeitlich einfach nicht zu schaffen“, sagt er.