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Was macht SG Varel/Altjührden? Die HSG Delmenhorst und das Fünkchen Hoffnung

Von Klaus Erdmann | 09.05.2017, 10:06 Uhr

Es flossen schon Tränen des Abstiegs, doch endgültig ist der Gang in die Verbandsliga für die HSG Delmenhorst noch nicht. Denn gewinnt Drittligist SG Varel/Altjührden eine Abstiegsrelegation, bleibt die HSG doch noch in der Oberliga Nordsee. Ein Fünkchen Resthoffnung also ...

Nach dem dramatischen 27:27 gegen den TV Bissendorf-Holte, das in der Halle am Stadion 450 Zuschauer verfolgten, stand am Samstagabend fest, dass die Handballer der HSG Delmenhorst den Verbleib in der Oberliga Nordsee nicht schaffen können – aus eigener Kraft, muss man hinzufügen. Es besteht nämlich durchaus noch Hoffnung. Sollte der Drittligist SG VTB/Altjührden am nächsten Wochenende zwei Siege erreichen, spielten die Delmenhorster auch während der Saison 2017/18 in der vierthöchsten deutschen Klasse.

SG VTB/Altjührden gehört zu jenen vier Drittliga-Drittletzten, die sich am Wochenende in der Hagener Halle Volmetal treffen, um eine Relegationsrunde zu spielen. Der Erstplatzierte bleibt in seiner 3. Liga. Sollte es sich in diesem Fall um die Altjührdener handeln, bliebe Delmenhorst viertklassig.

In den Relegationsspielen treffen am, Samstag, 15 Uhr, die SG LVB Leipzig (Staffel Ost) und die SG Pforzheim/Eutingen (Süd) aufeinander. Ab 17.30 Uhr treten der gastgebende TuS Volmetal (West) und die SG VTB/Altjührden gegeneinander an. Die Sieger ermitteln am Sonntag, 10 Uhr, den Ersten dieser Runde. Die beiden Verlierer bestreiten ab 12.30 Uhr die vierte Begegnung. Der dritte Platz wird vorsorglich ausgespielt – für den Fall eines eventuellen Nachrückers.

Abstiegsrelegation spielte am Samstag noch keine Rolle

Eine Prognose fällt schwer, doch als Favorit scheint Volmetal ins Rennen zu gehen. Einerseits gilt die Weststaffel traditionell als stark, auf der anderen Seite spielt natürlich der Heimvorteil eine nicht unwesentliche Rolle. Allerdings: In den 30 Punktspielen hat die SG VTB/Altjührden von allen vier Bewerbern die meisten Punkte gesammelt (20:40).

Die Abstiegsrelegation mit den Drittliga-Vierzehnten spielte am Samstag, nach dem 27:27 gegen Bissendorf, in den Überlegungen der Spieler, Funktionäre und Fans keine Rolle. Trotz kämpferischer Prognosen wie „Wie werden die Verbandsliga rocken“ (Spielertrainer Andre Haake) und „Wir werden nächstes Jahr angreifen“ (Vorsitzender Jürgen Janßen) blickte man in traurige Gesichter. Die Gespräche drehten sich um die 27:27-„Niederlage“, die am letzten Spieltag mit großem Engagement zu Werke gingen.

Es wurde aber auch Ursachenforschung betrieben. Dabei gab es viele Übereinstimmungen: Personalprobleme, schwache Leistungen während des ersten Teils der Saison, mangelhafte Verwertung der Chancen und Niederlagen gegen die Kellerkinder lauteten die Schlagworte. Doch jetzt dürften die Relegationsspiele der Drittligisten in den Mittelpunkt der Diskussionen rücken.

25-Jahr-Feier am Wochenende

Die HSG Delmenhorst, ein Zusammenschluss der Handballabteilungen des VSK Bungerhof und TV Deichhorst feiert am Samstag ab 19 Uhr in der Divarena ihr 25-jähriges Bestehen. Eine positive Nachricht aus Hagen (lies: ein Sieg der Altjührdener über Volmetal) wäre der guten Stimmung sicherlich nicht abträglich.