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Weiter Weg zu den nächsten Punkten SV Atlas Delmenhorst muss zum SSV Vorsfelde

Von Daniel Niebuhr | 25.08.2017, 22:34 Uhr

Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst reisen am Sonntag zum SSV Vorsfelde, der eine unglaubliche Heimbilanz hat.

Es ist mindestens eine Zweieinhalb-Stunden-Fahrt von Delmenhorst nach Vorsfelde, fünf verschiedene Autobahnen kann man auf der Tour in den Wolfsburger Stadtteil besichtigen. Die Reisegruppe des SV Atlas, die sich am Sonntag gegen 10 Uhr auf den Weg macht, wird deshalb auf halbem Weg auch eine Verschnaufpause machen – zu einem kleinen Zwischen-Snack. „Es ist ganz schön weit“, sagt Trainer Jürgen Hahn: „Aber so merkt man, dass man in der Oberliga spielt.“

Vorsfelde schon vor 18 Jahren Gegner

Der Delmenhorster Auftritt beim SSV Vorsfelde, der um 15 Uhr angepfiffen wird, ist nicht nur logistisch eine Herausforderung, es wird auch eine echte Standortbestimmung für Atlas. Nach dem 2:3 beim TuS Sulingen und dem jüngsten 3:1 gegen den MTV Eintracht Celle ist der Neuling zwar angekommen; wo er sich in der höchsten niedersächsischen Spielklasse einsortiert, ist aber nach wie vor ungewiss. „Vorsfelde ist zwar auch ein Aufsteiger, aber sicherlich der stärkste Gegner bisher“, glaubt Hahn, der den SSV nach guten Vorstellungen gegen die SVG Göttingen (4:2) und Arminia Hannover (1:2) „ein echtes Kaliber“ nennt. Und nebenbei ist Vorsfelde auch einer von drei aktuellen Gegnern, dem Atlas schon beim letzten Oberliga-Gastspiel 1998/99 begegnet ist. Für Statistiker: Damals gewannen die Delmenhorster beide Spiele mit 2:1.

Vorsfelde erwartet 300 Gäste-Fans

Mehr als ein Gegentor würde Hahn, dem der zuletzt angeschlagene Kevin Radke wieder zur Verfügung steht, auch am Sonntag ungern zulassen, allerdings hat die Abwehr ihre Oberliga-Tauglichkeit bisher nur bedingt nachgewiesen. Gegen extrem defensive Celler hatte er im Sinne des Spielaufbaus die beiden Mittelfeldspieler Stefan Bruns und Dennis Janssen in die Innenverteidigung beordert, dieses Mal wird es eine Nummer defensiver werden. Vorsfelde hat 22 der letzten 23 Heimspiele gewonnen, dennoch sagt Hahn pflichtgemäß: „Wir wollen dort trotzdem punkten. Und wir haben einen Plan dafür.“

Verbale Hilfe ist vom Anhang zu erwarten, der auch ins Vorsfelder Drömlingstadion zahlreich anreist. 300 Gäste-Fans erwartet der SSV, womit die Delmenhorster zahlenmäßig vermutlich sogar in der Überzahl sind.