Ein Angebot der NOZ

Wenig ansehnliche Partie Berne gegen TV Jahn: Nullnummer die logische Folge

Von Manfred Nolte, Manfred Nolte | 07.02.2016, 19:43 Uhr

Die Fußballer der SVG Berne und der TV Jahn Delmenhorst haben sich im ersten Kreisliga-Spiel des Jahres 2016 0:0 getrennt. Beide Trainer gewinnen der Punkteteilung etwas Positives ab. TVJ-Trainer Timur Cakmak trauert drei nicht gegebenen möglichen Elfmetern hinterher.

Im ersten Kreisliga-Spiel des Jahres 2016 haben sich die Fußballer der SVG Berne und des TV Jahn Delmenhorst mit einer Nullnummer getrennt. Beide Trainer waren mit dem Ergebnis zufrieden. Berne hat sich ein kleines Stück weiter von der Gefahrenregion abgesetzt, während Jahn Vorletzter in der Tabelle bleibt, aber wieder Hoffnung schöpfen kann.

Über weite Strecken waren die gegnerischen Strafräume für beide Teams Niemandsland. Die Delmenhorster versuchten es immer wieder aus der Distanz, ohne aber zu treffen. Drangen die Jahner in den Berner Strafraum ein, wurden sie recht rustikal angegangen, doch die Pfeife des Ganderkeseer Referees Burhanettin Akyol blieb jeweils stumm. Berne wirkte im Spielaufbau zu behäbig und ließ es an Tempo mangeln. Dennoch gab es zwei klare Einschussmöglichkeiten, die aber kläglich versiebt wurden. Irgendwie war die Nullnummer das logische Ergebnis in einer wenig ansprechenden Partie.

Bernes Trainer Michael Müller kritisiert seine Mannschaft

Beide Trainer gewannen dem Ausgang dennoch positives ab. „Wir haben den Abstand zu den Abstiegsrängen leicht ausgebaut“, war Bernes Trainer Michael Müller mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt. Auch wenn wir große Chancen ausgelassen haben, war ich letztendlich mit dem Punkt zufrieden, denn auch Jahn hätte treffen können“, erklärte „Magic“ Müller, der selbst die volle Spielzeit auf dem Feld stand, und bemängelte das behäbige Auftreten seiner Männer.

Gegenüber Timur Cakmak war der Meinung, dass seine Mannschaft ein Tor verdient gehabt hätte, konnte sich aber auch mit dem Remis anfreunden. „Nach der langen Pause, und dann auf Kunstrasen, war unsere Vorstellung schon in Ordnung. Schade, dass der Schiedsrichter bei drei strittigen Szenen im gegnerischen Strafraum keinen Strafstoß gegeben hat“, sagte Cakmak, der sich auch darüber freute, dass die Partie überaus fair verlief.

Jahn-Neuzugang Milot Ukaj ab 11. Februar spielberechtigt

Der Spielertrainer richtete zudem über eine nicht gerade optimale Vorbereitung. „Wir konnten nie auf dem Rasenplatz trainieren, sondern einmal pro Woche in der Halle sowie zumeist einmal in der Woche auf dem Kunstrasen in Heiligenrode“, schilderte der Jahn-Coach die Vorbereitung auf die Fortsetzung der laufenden Spielzeit.

Neuzugang Milot Ukay von RW Hürriyet sei ab dem 11. Februar spielberechtigt und könnte am kommenden Sonntag in der Heimpartie gegen den TV Munderloh eingesetzt werden, erklärte Cakmak. Die Austragung dieser Begegnung hält der Jahn-Coach aber für eher unwahrscheinlich.

Wird die Saison verlängert?

Alle anderen für das vergangene Wochenende angesetzten Spiele sind ausgefallen und so werden die Terminnöte immer größer. So hat der Titelkandidat FC Hude noch 19 Spiele vor der Brust. Über Ostern und Pfingsten wird es Doppelspieltage geben. Auch der Himmelfahrtstag soll genutzt werden. Außerdem könnte es eine Saisonverlängerung geben.

Die ist aber nur möglich, wenn es keinen Landesliga-Absteiger in die heimische Bezirksliga gibt, da ansonsten eine Relegationrunde der drei Kreisliga-Vizemeister gespielt werden müsste. Den Kreisligisten steht in den kommenden Monaten eine Hetzjagd bevor, wobei alle Beteiligten hoffen, dass es am nächsten Wochenende weitergeht. Die Wetterprognosen lassen aber wenig Optimismus zu. ( Weiterlesen: Kreisliga startet mit schmalen Programm)