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Wer beerbt Jürgen Stöver? TuS Hasbergen sucht einen neuen Vorsitzenden

Von Klaus Erdmann | 18.01.2019, 20:34 Uhr

Jürgen Stöver kandidiert nach vierjähriger Tätigkeit nicht wieder als Chef des TuS Hasbergen. Dem Verein gehören nur noch 400 Mitglieder an.

„Wenn man etwas kann, soll man das der Gesellschaft zur Verfügung stellen.“ In Bezug auf den TuS Hasbergen hat Jürgen Stöver die von ihm aufgestellte Forderung in die Tat umgesetzt. In den vergangenen vier Jahren stand er an der Spitze des Vereins. Am 15. März, 20 Uhr, findet in der Gaststätte „Perino im Lindenhof“ die Jahreshauptversammlung des TuS statt. An diesem Freitag endet Stövers Amtszeit. „Ich stelle mich nicht wieder zur Wahl“, sagt er.

„Bis heute ist noch kein Nachfolger da“, fügt er hinzu. Es liefen viele Gespräche. Er habe mit vielen Leuten gesprochen – vergebens.

„20 Stunden Arbeit für den Verein pro Woche“

Er hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, dass er nicht wieder kandidiert. „Ich habe einen hohen zeitlichen Aufwand für den TuS geleistet“, stellt er fest. „Wöchentlich arbeite ich ehrenamtlich 20 Stunden für den Verein.“ Neben Stöver gehören dessen Stellvertreter Hartmut Ulbrich, Carsten Radtke und Dieter Michael Beier sowie Kassenwartin Meike Piper zum Vorstand. „Hartmut Nordbruch macht auch nicht weiter. Meike Piper hat sich noch nicht entschieden“, berichtet Stöver. „Außerdem haben wir keinen Sozialwart und keine Frauenbeauftragte. Und Gerd Diekmann leitet die Fußballabteilung seit zwei Jahren kommissarisch.“

Er übergebe, so Stöver, einen „sauberen Verein“. Der TuS habe keine Verbindlichkeiten. „Die Leute haben Erhöhungen bei den Aufwandsentschädigungen erhalten. Wir schließen das Jahr mit einem kleinen Plus oder Minus ab. Wir haben uns im Rahmen des Wirtschaftsplanes bewegt“, führt der 51-Jährige aus. Für das laufende Jahr stelle er einen Wirtschaftsplan auf, der „unbequem“ sein werde. „Meine Empfehlung ist, dass lieb gewonnene Gewohnheiten überdacht werden müssen“, betont Stöver.

Fast 10.000 Euro Beiträge stehen noch aus

Dem Verein, der ab dem Frühjahr auch Judo anbietet, gehören zur Zeit nur noch rund 400 Mitglieder an. Vor vier Jahren waren es noch fast 600. „Von etwa 40 Personen haben wir uns in 2018 satzungsbedingt getrennt“, sagt Stöver. Und: „Am 31. Dezember standen noch Mitgliedsbeiträge in Höhe von 9700 Euro aus.“

Nach den Highlights seiner Amtszeit befragt, antwortet der Unternehmensberater: „Ich bin froh darüber, dass ich die erste Herrenmannschaft beim Aufstieg in die Kreisliga unterstützt habe.“ Ferner hebt er die „tolle Jugendabteilung“ hervor. Wichtig sei es, dass der TuS Hasbergen den Kindern im Stadtnorden die Möglichkeit gebe, sich sportlich zu betätigen. Stöver: „Ich bin stolz auf den Verein. Er hat in Gänze tolle Mitglieder, von denen sich einige sehr engagieren.“ Und was war negativ? Antwort: „Es gab einige Störfeuer, die die Arbeit erschwert haben.“

Der Vorsitzende blickt zurück. Insbesondere lobt er das Jobcenter sowie die Stadt (Fachbereich Sport, Bauhof). „Die Unterstützung war super, auch, als es dem Verein mal nicht so gut ging“, sagt er nachdrücklich.

Der Vorsitzende blickt voraus: „Der Verein liegt mir am Herzen und darum ist ein vernünftiger Übergang für mich wichtig. Ich werde auch weiterhin für den Verein da sein“, sagt Jürgen Stöver.