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Werder am Sonntag gegen Frankfurt Nouri und die inspirierende Konkurrenz-Situation

Von Maik Hanke | 18.11.2016, 22:00 Uhr

Alexander Nouri ist ein einer komfortablen Lage wie noch nie bei Werder. Die Langzeit-Verletzten Pizarro, Kruse und Bargfrede sind alle wieder Alternativen für die erste Elf. „Wunderdinge“ solle im Heimspiel am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt aber niemand von ihnen erwarten, sagte Nouri.

Serge Gnabry, Claudio Pizarro, Max Kruse - am Sonntag (17.30 Uhr) könnte Werders offensives Traum-Trio erstmals gemeinsam spielen. Sie alle stehen Werder-Trainer Alexander Nouri gegen Eintracht Frankfurt zur Verfügung. „Natürlich regt das unser aller Fantasie an“, gab Nouri bei der Pressekonferenz am Freitag zu. Nur um kurz darauf mal wieder die Erwartungen zu dämpfen.

„Das richtige Maß finden“

„Wir sollten jetzt keine Wunderdinge erwarten von Spielern, die so lange verletzt waren“, sagte der Werder-Coach. Das gilt auch für Philipp Bargfrede, der ebenfalls Startelf-Kandidat ist. „Sie sind Spieler, die uns natürlich helfen. Wie lange sie jetzt schon auf Bundesliga-Niveau durchhalten, kann ich nicht sagen. Immerhin haben sie jede Trainingseinheit absolvieren können. Da werden wir das richtige Maß finden.“

Für Werder und Nouri ergeben sich jetzt personell endlich wieder ganz neue Möglichkeiten. „Wir sollten keine Angst vor einer Konkurrenz-Situation haben. Das kann die Spieler pushen, auch fordern und fördern“, sagte der 37-jährige Trainer. „Es ist eine privilegierte Situation. Die müssen die Spieler annehmen und wir als Trainer natürlich auch.“

Nouri: „Frankfurt ist eine Mannschaft der Stunde“

Ganz ohne Ausfälle geht es bei Werder aber auch weiterhin nicht: Für Torwart Jaroslav Drobny und Innenverteidiger Lamine Sane kommt das Spiel gegen Frankfurt noch zu früh. Felix Wiedwald wird also erneut bei Werder im Tor stehen. Für Sane ist wieder Milos Veljkovic erster Ersatz.

Den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt bezeichnete Nouri als „unangenehme Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“. Er attestierte dem Tabellensiebten eine hohe taktische Variabilität, eine sehr gute Abstimmung, eine sehr kompakte Defensive und ein gutes Umschaltspiel. „Frankfurt ist ein Stück weit eine Mannschaft der Stunde.“

„Druck muss nicht negativ sein“

Dass der Druck nach drei Niederlagen in Serie am Sonntag bei den Bremern liege, wie Eintracht-Trainer Niko Kovac kürzlich gesagt hatte, wies Nouri nicht zurück. „Der Druck muss ja nicht immer negativ sein“, sagte der optimistische Werder-Coach. „Wenn du Leistungssport betreibst, dann inspiriert dich auch dieser Druck, er spornt dich an, noch mehr zu investieren.“