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Werder Bremen Baumann will Klausel von Gnabry nicht bestätigen

Von Björn Knips | 31.12.2016, 07:33 Uhr

Das ist es wieder – das Thema Ausstiegsklausel bei Serge Gnabry. Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der 21-Jährige Werder im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von acht Millionen Euro verlassen kann. Sportchef Frank Baumann will das weder bestätigen noch dementieren.

Der Mittelfeldspieler war erst im Sommer vom FC Arsenal an die Weser gewechselt – für eine Ablöse von fünf Millionen Euro. Schon damals hieß es, dass Gnabry für eine nicht wesentlich höhere Summe wieder gehen könne. Das sei seine Bedingung für die Unterschrift unter den bis 2020 datierten Vertrag gewesen. Sportchef Frank Baumann will das auf Nachfrage dieser Zeitung weder bestätigen noch dementieren: „Zu Vertragsinhalten, und dazu gehören auch mögliche Ausstiegsklauseln und die Vertragslaufzeiten, möchte ich grundsätzlich nichts sagen.“

Der Ex-Profi macht sich aber keine Sorgen, dass Gnabry schon bald wieder weg sein könnte. „Wir haben in den letzten Wochen bereits häufiger betont, dass es für Serge im Sommer mehrere Gründe gab, sich für Werder zu entscheiden. An diesen Gründen hat sich auch oder gerade wegen der guten Entwicklung und Leistung von ihm erstmal wenig bis nichts verändert. Unabhängig davon, ob es eine Ausstiegsklausel gibt oder nicht.“

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Bei Werder wurde Gnabry sofort Stammspieler, nachdem er beim FC Arsenal den Durchbruch nicht geschafft hatte. Der Offensivspezialist startete so gut durch, dass ihn Bundestrainer Joachim Löw von der U21-Auswahl in die Nationalmannschaft beförderte und gegen San Marino debütieren ließ. Mit sieben Toren ist Gnabry Werders bester Torschütze in der Bundesliga und extrem wichtig im Abstiegskampf. So gut lief es bei ihm noch nie in seiner Profi-Karriere. Darauf setzt auch Werder und hofft, das Gnabry diese Entwicklung zu schätzen weiß und mindestens noch eine weitere Saison bleibt.

Berichte, der FC Bayern sei an dem Transfer von Gnabry zu Werder in irgendeiner Form beteiligt gewesen, wie der „kicker“ berichtete, hatte Baumann übrigens stets vehement zurückgewiesen. Man habe diesen Wechsel alleine abgewickelt, so Baumann. Ob man auch „allein“ über dessen Zukunft entscheiden könne, zumindest was die Ablöse betrifft, ist dagegen offen.