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Werner Bruns über die Erfolge Die Jugend des VfL Stenum setzt neue Maßstäbe

Von Klaus Erdmann | 21.06.2016, 10:56 Uhr

Die Jugendfußball-Abteilung des VfL Stenum hat im vergangenen Jahr beachtliche Erfolge gefeiert. Warum, das erklärt Jugendleiter Werner Bruns.

Am Sonntag haben sie die bereits zuvor imponierende Erfolgskette ein weiteres Mal verlängert. Im Verlaufe der Jugend-Pokalendspiele des Fußball-Kreises sammelte der VfL Stenum drei von sechs möglichen Siegen. Die E-, D- und B-Junioren gewannen ihre Spiele und beendeten damit eine überaus erfolgreiche Saison.

Die älteren Jugendlichen bescheren dem VfL viel Freude: Die C-Junioren sind in der Bezirksliga Meister geworden, A- und B-Jugendliche steigen als Zweite in Bezirksligen auf und den B-Juniorinnen gelang das Triple (Hallenmeister, Erster der Kreisliga, Pokalsieger). Die VfL-Jugend setzt neue Maßstäbe.

Werner Bruns leitet die Stenumer Jugendabteilung seit mehr als elf Jahren

Das Stenumer Urgestein Werner Bruns leitet die Jugend-Fußballabteilung seit nunmehr elfeinhalb Jahren. Nein, sagt er, Erfolge in diesem Maße habe man noch nicht erlebt. Ein Blick zurück: „Als ich angefangen bin, hat nicht eine der 15 Mannschaften in der Kreisliga gespielt. Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, dass eines Tages alle Jugendteams in Kreisligen spielen sollten.“ Es sei peu à peu bergauf gegangen. Immer wieder habe mal eine Mannschaft im Bezirk gespielt.

Vor einigen Jahren habe man sich vorgenommen, die Mannschaften ab der D-Jugend nicht mehr nach Jahrgängen, sondern nach Leistungsstärke aufzustellen. Es klappte nicht von Anfang an, denn nicht alle Trainer zogen mit. „Seit drei Jahren ist es aber richtig im Gange“, so Bruns.

Wechseln zur Konkurrenz? Das war einmal.

In der nächsten Saison beteiligen sich A-, B- und C-Jugendliche des VfL auf Bezirksebene an der Punktejagd. Es sei ganz wichtig, erklärt Bruns, dass diese Mannschaften Bezirksligen angehörten, denn: „Die Spieler wissen, dass sie auch bei uns im Bezirk spielen können und müssen nicht mehr zur Konkurrenz wechseln.“ Früher seien beispielsweise Aktive des Jahrgangs 1998 als C-Jugendliche zum TSV Ganderkesee gewechselt, um dort auf Bezirksebene spielen zu können. „Sie fehlen uns heute“, bedauert der Abteilungschef.

Mittlerweile gehören dem Verein 26 Nachwuchsvertretungen an. „Die Erfolge haben uns recht gegeben“, stellt Bruns fest und spricht in diesem Zusammenhang von einem „gewaltigen Zulauf“. Die gute Jugendarbeit, die in Stenum geleistet werde, habe sich wohl rumgesprochen.

Koordinatoren entlasten Abteilungsleiter Bruns

Wiederholt unterstreicht de der 61-Jährige, dass gute Trainer wichtig seien. Der „ganze Apparat“sei wichtig. Besonders erwähnt er die Arbeit jener Übungsleiter, die für die unteren Teams verantwortlich sind: „Es ist wichtig, dass sie sich um die Kinder kümmern und sie von der Straße holen.“ Diese Arbeit sei oftmals schwieriger als jene mit den oberen Mannschaften.

Im vergangenen Jahr haben sie in Stenum – zur Entlastung des Abteilungsleiters – Koordinatoren eingesetzt („Mir ist die Arbeit über den Kopf gewachsen“). Bruns: „Auf diesem Gebiet kann es noch besser werden.“ Positiv berichtet er über die Arbeit zehn-, zwölfköpfigen Organisationsteams: „Die Leute sind immer dabei und man kann sich hundertprozentig auf sie verlassen.“

Nach der Saison ist vor der Saison

Das ist wichtig, denn der starke Zulauf, den die Jugendabteilung erfährt, beschert den Verantwortlichen natürlich auch mehr Arbeit. So benötigt der VfL weitere Übungsleiter („Jugendtrainer werden immer gesucht“). „Wer trainiert bzw. spielt wo?“. „Wer geht in welche Kabine?“. Das sind Fragen, die beantwortet werden wollen. Die für den Mädchenfußball verantwortliche Melanie Rohrmann-Ullner und Fußballobmann Klaus Panzram haben auf diesem Sektor viel zu tun.

Für das Thema Sommerpause hat Bruns nur ein müdes Lächeln übrig. Am Montagabend bestritt sein Ü50-Team das letzte Punktspiel. Und am 28. Juni nehmen die Bezirksliga-Herren das Training wieder auf. Bei ihnen fungiert Werner Bruns als Co-Trainer.