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Weser-Ems-Liga der Handballer Neerstedter Gala im Spitzenspiel

Von Jörg Schröder | 23.02.2015, 15:11 Uhr

Die Handballer des TV Neerstedt II brillieren im Gipfeltreffen. Grüppenbühren III lässt eine Aufholjagd unbelohnt, Delmenhorst II bricht ein.

Die Tabelle in der Handball-Weser-Ems-Liga der Männer ist derzeit wenig aussagekräftig, weil die Teams unterschiedlich viele Spiele durchgeführt haben. Dennoch dürfte sich der TV Neerstedt II an der Tabellenspitze recht wohl fühlen. Die Neerstedter fegten die zuvor erst zweimal geschlagene SG Friedrichsfehn/Petersfehn II mit 37:26 aus der Halle. Die HSG Delmenhorst II verlor ebenso wie Grüppenbühren/Bookholzberg III.

TV Neerstedt II – SG Friedrichsfehn/Petersfehn II 37:26 (16:14). In der ersten Halbzeit war es das erwartet enge Spitzenspiel. Die Hausherren hatten in der Deckung einige Probleme, und die knappe Pausenführung war eher glücklich. Nach Wiederbeginn trumpften die Neerstedter groß auf. Allen voran Torhüter Dennis Dohle, der eine überragende Vorstellung bot und mit seinen Paraden den Gegner nahezu verzweifeln ließ. Nach dem 17:14 (31.) zogen die Einheimischen binnen zehn Minuten auf 26:15 uneinholbar davon. In der Endphase ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Konzentration ein wenig nach, dennoch ist Neerstedt ohne Zweifel die Mannschaft der Stunde.

VfL Oldenburg – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III 29:28 (18:13). Bis zur 38. Minute (14:21) fand die HSG überhaupt nicht zu ihrem Spiel, leistete sich zahlreiche technische Fehler und ließ den Gegnern zu viel Raum. Als alles schon verloren schien, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Plötzlich lief es rund. Die Gäste holten Tor um Tor auf und hatten 30 Sekunden vor Schluss beim Stande von 29:28 noch die Chance auf ein Remis. Doch ein Fehlpass ins Aus beendete die Hoffnung auf eine Punkteteilung.

HSG Wilhelmshaven II – HSG Delmenhorst II 28:23 (13:14). Nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie wirkte der Delmenhorster Trainer Florian Bogun etwas ratlos. „Wir können derzeit unser wahres Potenzial nicht abrufen“, meinte er. Seine Mannschaft war überhaupt nicht ins Spiel gekommen und lag nach einer Viertelstunde 2:5 hinten. Zwar fing sich das Team und kam über den 6:6-Ausgleich durch drei Treffer von Cem Galioglu zur knappen Pausenführung. Bis zur 42. Minute blieb die HSG auf Tuchfühlung, erzielte dann jedoch zehn Minuten lang keinen Treffer und geriet mit 19:25 ins Hintertreffen.