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Weser-Ems-Meisterschaft Heike Jahncke vom RV Ganderkesee holt doppeltes Gold

Von Katrin Brandes | 07.08.2018, 18:09 Uhr

Die Ganderkeseer Reiterin Heike Jahncke wird doppelte Weser-Ems-Meisterin in der Vielseitigkeit. In Vechta profitiert sie bei ihrem Sieg in der L-Prüfung auch von einem Sturz der Europameisterin. Auch Loort Fleddermann vom RC Hude feiert zwei Titel.

Am Ende zeigte der Pferdesport-Verband Weser-Ems noch einmal ein gutes Gespür. Die Siegerehrung der 38. Weser-Ems-Meisterschaften in Vechta fand ohne die Pferde statt – der Hitze wegen –, was die Freude bei den Siegern in der Vielseitigkeit allerdings nicht trübte.

Besonders breit durfte Heike Jahncke vom RV Ganderkesee grinsen, deren Wochenende nicht besser hätte laufen können. Sie hatte auf der sechsjährigen Stute Enya mit Ingrid Klimke und Frank Ostholt unter anderem die Europameisterin und den Bundestrainer der Jungen Reiter abgehängt und sich nicht nur den Sieg in der L-Prüfung geholt, sie löste damit auch Weltmeisterin und Vereinskollegin Sandra Auffarth als Weser-Ems-Meisterin der Reiter ab. Mit der Mannschaft des Bezirksverbandes Oldenburg gewann sie, an der Seite des Huders Loort Fleddermann, auch noch Gold.

Ingrid Klimke im Pech

Die Ganderkeseerin lobte erst einmal ihr Pferd, mit dem sie in Dressur, Springen und Gelände nur 43,4 Fehlerpunkte gesammelt hatte. „Enya hat eine super Einstellung und ist toll in der Dressur“, freute sich Jahncke. Enya, die im April ihre ersten Geländesprünge gemacht hat, ist auch zum Bundeschampionat qualifiziert. „Man merkt bei ihr, die will richtig“, erklärte Jahncke weiter. Neben ihrer Doktorarbeit an der Universität Oldenburg steht für sie an diesem Wochenende reiterlich ein Start in Polen bei der Strzegom Summer Tour auf dem Plan.

Die L-Prüfung nahm einen spannenden Verlauf. Mit knappem Vorsprung führte Klimke vor Fleddermann nach der Dressur und nach dem Springen. Doch sie stürzte an einem Wasserhindernis im Gelände, so war der Weg frei für Jahncke und Fledderman, der mit 43,6 Punkten Zweiter wurde. Der 17-jährige Huder gewann damit Gold bei den Junioren; zu der siegreichen Oldenburger Mannschaft gehörten neben Jahncke und Fleddermann auch noch die beiden Ammerländerinnen Johanna Wetjen und Madita Kirchner.

Fleddermanns Training zahlt sich aus

Auch Fleddermann zollte seinem Pferd große Anerkennung. „In Obella sind Vollblut und Trakehner drin, die kämpft immer weiter“, sagt er. Die Hitze habe Obella gut weggesteckt, „sonst war es schon ganz schön warm, aber da mussten wir alle durch“. Das morgendliche Training bei Vielseitigkeits-Koryphäe Horst Karsten zahlt sich aus. Schulisch geht es für ihn jetzt in der zwölften Klasse weiter.

Für Ganderkesee gab es indes weitere Medaillenränge. Platz drei bei den Junioren sicherte sich Katharina Wuthe auf Quadronja. Vereinskollegin Nina-Carlotta Meiners freute sich über Silber im Nachwuchschampionat. Auf ihrem selbstgezogenen Nachwuchspferd Lui M musste sich die Ganderkeseerin nur Janine Kleinbuntemeyer (Hellern) auf Van Lou geschlagen geben.