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Wie sieht die Wunschelf aus? Atlas-Trainer Jürgen Hahn hat die Qual der Wahl

Von Frederik Böckmann | 29.07.2015, 09:30 Uhr

16 bis 18 Kandidaten sieht Atlas-Trainer Jürgen Hahn aktuell. Ein Gewinner der Vorbereitung ist kein Neuzugang, sondern ein alter Bekannter.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatte Servet Zeyrek genug gesehen. Der Trainer des VfB Oldenburg II verabschiedete sich am Freitagabend Mitte der zweiten Halbzeit vom Freundschaftsspiel des SV Atlas gegen Arminia Hannover aus dem Delmenhorster Stadion – ganz entspannt, aber sicherlich doch mit einigen Erkenntnissen. Denn das, was Zeyrek in den ersten 60 Minuten des Testspiels gesehen hatte, dürfte den Trainer des Atlas‘ Bezirksliga-Konkurrenten aller Voraussicht nach beeindruckt haben.

Erste Elf gegen Arminia Hannover überzeugt

Denn außer mit der individuellen Klasse seiner Spieler beeindruckte Atlas beim 1:1 gegen den Oberligisten mt einer guten Raumaufteilung, perfekter Organisation und schnellem Umschaltspiel. „Das war eine konzentrierte Leistung“, freute sich Hahn – vor allem, weil die Startformation überzeugte. Im 4-2-3-1-System agierte vor Torwart David Lohmann die Viererkette mit Kevin Radke (rechts), Hanno Hartmann, Florian Knipping (innen) und Thomas Mutlu (links). Den zentralen Part im Mittelfeld übernahmen Stefan Bruns und Daniel von Seggern. Davor und hinter Iman Bi-Ria (Sturm) spielte eine die offensive Dreierreihe mit Dominik Entelmann (rechts), Daniel Isailovic (Mitte) und Musa Karli (links).

Hahn will sich noch nicht festlegen

Ob diese elf Spieler auch Hahns Wunschformation sind, darauf wollte sich der 44-Jährige noch nicht festlegen. „Wir haben einen Pool von 16 bis 18 Spielern, die für die Startformation in Frage kommen“, sagte Hahn. Doch für den Trainer dürfte es bis zum Pokalspiel gegen seinen Ex-Verein VfL Stenum am Wochenende wenig Gründe geben, die Startformation vom Hannover-Spiel großartig umzubauen. Sie beeindruckte auch Atlas-Fans und -Umfeld gleichermaßen. „Das sieht doch sehr gut aus“, meinte Team-Manager Bastian Fuhrken Mitte der zweiten Halbzeit.

Viel Auswahl im Edel-Kader

Fest steht: Das Trainer-Duo Hahn und Marco Büsing hat in seinem Edel-Kader aktuell die Qual der Wahl. Denn gegen die Arminia fehlten zudem die urlaubenden Maximilian Klatte und Steven Müller-Rautenberg sowie der beruflich verhinderte Abwehrspieler Tom Witte. Auch die später eingewechselten Neuzugänge Vico Mandlhate, Lars Scholz und Simon Matta hinterließen einen guten Eindruck.

Kevin Radke vom Offensivmann zum Rechtsverteidiger

Ein Gewinner der Vorbereitung ist jedenfalls ein alter Bekannter: Kevin Radke. Hahn funktionierte den gelernten Offensivspieler zum Rechtsverteidiger um. „Da ist uns eine tolle Option eingefallen“, sagte der Trainer. Radke beeindruckte gegen Hannover mit Tempo und Zweikampfhärte und harmonierte auf rechts gut mit Entelmann.

Drei-Kampf um die Nummer eins

Die wenigsten Sorgen dürfte Atlas diese Saison wohl die Torwart-Position bereiten. Dort kämpfen mit Lohmann, Florian Urbainski und Edgar Kary drei Keeper der Extra-Klasse um die Nummer eins. „Der Konkurrenzkampf hat alle drei nach vorne gebracht“, meinte Hahn. Gegen Hannover zeigten Lohmann und Urbainski jeweils 45 Minuten eine tadellose Leistung. Wer gegen Stenum im Kasten steht, wollte Hahn noch nicht verraten, wenngleich er eine „Idee im Kopf hat“. Fest steht zumindest das: Mit der Rückennummer 1 wird der Atlas-Torwart im Pokal gegen Stenum jedenfalls nicht auflaufen. Sie trägt wie im Vorjahr Steffen Küpker – der vierte starke Torwart im Atlas-Kader.