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Wiedersehen mit „Erke“ und „Isi“ Auch die Oberliga ist für den SV Atlas attraktiv

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 30.05.2017, 11:24 Uhr

Vier Aufstiege in nur fünf Spielzeiten, in fünf Jahren seit der Neugründung des Vereins von der 1. Kreisklasse bis in die Oberliga Niedersachsen: Der SV Atlas hat mit dem Landesliga-Titel das nächste Erfolgskapitel seit seiner Neugründung vom 4. April 2012 geschrieben. Eine Entwicklung, die selbst kühnste Optimisten den Blau-Gelben wohl nicht zugetraut hätten.

Mit der Oberliga spielt der Sportverein künftig wieder in der fünfhöchsten deutschen Liga. Dort war zuletzt der Vorgängerverein Delmenhorster SC in der damaligen Niedersachsenliga West in der Saison 2001/2002 angetreten – und musste absteigen. Wenig später folgte die Insolvenz des DSC und die Umbenennung in Eintracht Delmenhorst. (Weiterlesen: Die Meilensteine des SV Atlas) 

Doch zurück zur Gegenwart: Atlas ist nach dem TuS Lingen (2015) und dem TuS Bersenbrück (2016) bereits der dritte Verein in Folge, dem der direkte Durchmarsch von der Bezirks- in die Oberliga gelang. Der TuS Lingen ist mittlerweile aufgelöst, der TuS Bersenbrück belegte als Aufsteiger einen sehr ordentlichen achten Rang. Mag die Landesliga auf den ersten Blick mit Traditionsvereinen wie Kickers Emden und BW Lohne sowie interessanten Nachbarduellen attraktiver klingen, bietet die Oberliga Niedersachsen auf den zweiten Blick aber auch durchaus interessante Gastspiele und Gegner. ( Weiterlesen: Delmenhorster Stadion ist bereit für die Oberliga) 

Beim Ex-Zweitligisten Arminia Hannover spielte früher „Bubi“ Bentrup

Einer der prominenteste Namen der Oberliga ist ein Delmenhorster: Uwe Erkenbrecher. Der ehemalige Bundesliga-Profi und -Trainer coacht den MTV Gifhorn. Es ist die 24 (!) Trainerstation des 62-jährigen „Erke“, der in der Saison 1979/80 das Atlas-Trikot trug. Einer der bekanntesten Namen ist der frühere Zweitligist Arminia Hannover, wo einst Atlas-Angreifer „Bubi“ Bentrup spielte. (Weiterlesen: SV Atlas stürmt in die Oberliga) 

Über die Autobahnen und Bundesstraßen sind für die Atlas-Fans mehrere Vereine schnell zu erreichen – und sie könnten dort bei den Gegnern auf einige bekannte Gesichter treffen. Beim VfL Oldenburg ist Ex-Atlas-Antreiber Daniel „Isi“ Isailovic spielender Co-Trainer, dort kickt auch der Delmenhorster Marvin Osei. Beim lange um die Lizenz zitternden BV Cloppenburg hat der Wildeshauser Janek Jacobs seinen Vertrag verlängert und beim potenten TuS Bersenbrück stürmt mit Oldie Emil Jula ein Ex-Bundesliga-Profi. Nur 28 Kilometer entfernt vom Delmenhorster Stadion hat sich der TB Uphusen zum Oberliga-Klassenerhalt gezittert.

Was macht der BSV Rehden?

In die Oberliga steigt auch der BSV Rehden ab, wenn dem SV Meppen nicht der Aufstieg in die 3. Liga gelingt. Außer Atlas sind Eintracht Celle (Bezirk Lüneburg), der TuS Sulingen (Bezirk Hannover) und der SSV Vorsfeld (Bezirk Braunschweig) dorthin aufgestiegen. Aufsteiger in die Regionalliga ist der SSV Jeddeloh mit dem Delmenhorster Thomas Celik.