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Wildeshausen siegt in Delmenhorst Tur Abdin kassiert in der Nachspielzeit das 1:2

Von Klaus Erdmann | 04.04.2015, 21:08 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst fingen sich in der Nachspielzeit ihres Heimspiels gegen den VfL Wildeshausen den entscheidenden Gegentreffer ein. Kai Schmale erzielte das 2:1 (1:0) für die Wildeshauser. Die Spitzenmannschaften boten den 200 Zuschauern eine interessante Auseinandersetzung.

Die Fußballer des Bezirksligisten SV Tur Abdin haben gestern im Nachbarschaftstreffen mit dem VfL Wildeshausen eine Last-Minute-Niederlage kassiert. Als die Fans des Gastgebers (und die des SV Atlas) mit einer Punkteteilung rechneten, gelang Kai Schmale in der dritten Minute der Nachspielzeit das 1:2 (0:0). Dabei verwertete der Routinier eine hervorragende Vorarbeit von Janek Jacobs erfolgreich. Unmittelbar nach diesem entscheidenden Treffer pfiff der gut leitende Schiedsrichter Theodor Potiyenko (FC Hude) die Partie ab. Die rund 200 Zuschauer erlebten eine interessante Begegnung zweier ersatzgeschwächter Spitzenmannschaften.

Beide Teams haben gute Chancen

Nach einer Phase des Abtastens ergaben sich auf beiden Seiten gute Chancen. In der 13. Minute verlor die quirlige VfL-Offensivkraft Maximilian Seidel einen Zweikampf mit Tur Abdins Schlussmann Mikel Kirst und verletzte sich dabei. Eine Viertelstunde später wurde Seidel ausgewechselt. In der 19. Minute verfehlte Delmenhorsts Daniel Eckert das Ziel nur knapp, und zwei Minuten später touchierte ein Schuss von Jacobs den Außenpfosten. In der 28. Minute beendete Kirst einen Alleingang von Seidel. Nach 33 Minuten klärte Daniel Pasker vor Abdins Mikael Blümel. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit standen die Torhüter im Blickpunkt: Zunächst war Kirst Endstation bei einem Solo von Sascha Görke (42.). Dann kam Sebastian Pundsack vor Blümel an den Ball (43.).

Die Wildeshauser stellten das überlegene Team. Sie fanden jedoch gegen die tief stehenden Hausherren kein erfolgbringendes Mittel. „Das war eine der schwächsten ersten Halbzeiten, die ich in dieser Saison von meiner Mannschaft gesehen habe“, meinte VfL-Cheftrainer Marcel Bragula.

In Halbzeit zwei setzte sich der Gast besser in Szene. In der 46. Minute fand Jacobs in Kirst seinen Meister. Nach 49 Minuten vermochte Tur Abdins Abwehr den Ball nach einem Freistoß von Lukas Schneider nicht aus der Gefahrenzone zu befördern – Pasker gelang das 0:1. Nach Tormöglichkeiten auf beiden Seiten schloss Michael Sen eine unübersichtliche Situation mit einem platzierten Schuss ab, der den engagierten Hausherren das 1:1 bescherte (85.). In der 89. Minute verhinderte Kirst einen erneuten Rückstand, als er mit einer artistischen Fußabwehr vor Jacobs klärte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit köpfte Schmale über das Gehäuse. Eine Minute später machte er es besser ...

Atlas-Manager Fuhrken gratuliert

Tur Abdins Trainer Andree Höttges ärgerte sich darüber, dass sich seine Elf beim 1:2 nicht clever verhalten habe. Dessen Kollege Bragula, der freudestrahlend den Glückwunsch von Atlas-Manager Bastian Fuhrken entgegennahm, sagte: „Wenn man mit der letzten Aktion gewinnt, ist es natürlich glücklich. Aber wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt und sind geduldig geblieben.“

SV Tur Abdin: Kirst, Celik, Sen, C. Demir, Karli, M. Demir, Maus (85. Schumacher), Matta (71. Uyar), Prieb (52. Tezel), Eckert, M. Blümel.

VfL Wildeshausen: Pundsack, Flege (78. Wallner), Pasker, Görke, Seidel (28. Schmale), J. Lehmkuhl, Bockhorn, O. Lehmkuhl (68. Kari ), Jacobs, Schneider, Gusfeld-Ordemann

Tore: 0:1 Pasker (49.), 1:1 Sen (85.), 1:2 Schmale (90. + 3).

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude).

Zuschauer: rund 200.