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Wildeshausen und Atlas testen Marcel Bragula sucht seine letzten Puzzle-Teile

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 30.07.2016, 09:04 Uhr

Im Rahmen der 125-Jahr-Feier des VfL Wildeshausen stehen sich die beiden Landesligisten Wittekind und SV Atlas Delmenhorst am Sonntag (16 Uhr) im Kandelstadion gegenüber.

Ist es nur ein Freundschaftsspiel unter besonderen Bedingungen? Oder doch schon ein Gradmesser für die kommende Landesliga-Saison? Vor dem Anpfiff der Fußball-Partie zwischen dem VfL Wildeshausen und dem SV Atlas Delmenhorst am Sonntag (16 Uhr) im Krandelstadion weiß Marcel Bragula noch nicht so ganz, wie er die Bedeutung der Partie einordnen soll. „Es ist ein Testspiel mit einem feierlichen Beigeschmack, nicht mehr und nicht weniger“, sagt der Trainer der Krandelkicker. Einerseits. Denn das Match ist im Rahmen der dreitägigen 125-Jahr-Feier des VfL das Highlight am Sonntag. Andererseits sagt Bragula auch: „Wir wollen uns vor unseren Zuschauern teuer verkaufen.“ (Weiterlesen: Vor 125 Jahren wird der VfL Wildeshausen gegründet)

Freundschaftliches Verhältnis zwischen VfL Wildeshausen und dem SV Atlas

Wie dem auch sei: Bragula freut sich sehr auf das Match gegen den SV Atlas, der für beide Mannschaften der letzte Härtetest vor dem Saisonstart ist. In den vergangenen zwei Jahren hat sich eine gesunde sportliche Rivalität auf freundschaftlicher Basis zwischen beiden Vereinen entwickelt – mit dem atemberaubenden Bezirksliga-“Finale“ im Mai 2015 vor der einmaligen Bezirksliga-Kulisse von 4000 Zuschauern als Spiel, das in die Geschichte eingegangen ist. Die Funktionäre schätzen sich, zum SVA-Trainerduo Hahn/Büsing hat Bragula ein gutes Verhältnis, vor allem mit Atlas-Manager Bastian Fuhrken ist die Kommunikation sehr gut: „Das kann man schon Freundschaft nennen“, betont Bragula. (Weiterlesen: VfL Wildeshausen schlägt SV Tur Abdin 1:0)

SV Atlas in der Vorbereitung auf einem guten Weg

Zum Sportlichen: Die Blau-Gelben blicken mit einer Mischung aus Neugier, Zuversicht und Respekt auf das Neuland Landesliga. Eine Woche vor dem Bezirksliga-Start gegen den SV Bad Rothenfelde (7. August, 15 Uhr) sieht SVA-Trainer Jürgen Hahn sein Team auf einem guten Weg. Atlas dürfte ein Aufsteiger sein, dem viel zuzutrauen ist. Bei der Zielsetzung gibt sich der SVA demütig, Hahn sagt: „Wir wollen uns erst einmal etablieren.“ (Weiterlesen: SV Tur Abdin verkauft sich gegen SV Atlas teuer)

Der VfL Wildeshausen und seine Startelf-Suche

Das gilt in gewisser Weise auch weiterhin für den VfL Wittekind vor seiner zweiten Landesliga-Saison in Serie, in die Bragula angesichts von einigen Abgängen und verletzungsbedingten Ausfällen noch skeptisch schaut. Er wolle gegen Atlas sein Startelf-Puzzle ein weiteres Stück zusammenbekommen, erklärt er. Seine Formation für das erste Spiel gegen Vorwärts Nordhorn (7. August, 15 Uhr) hat er bis auf zwei Positionen im Kopf. Auf den Posten, wo sich der VfL-Coach noch unschlüssig ist, könnten sich die Akteure Sonntag empfehlen. (Weiterlesen: VfL Wildeshausen hat noch viel Arbeit vor sich)

Marcel Bragula nicht mit allen Neuzugängen zufrieden

Den Eindruck seiner acht Neuzugänge bezeichnet Bragula als „insgesamt eher durchwachsen“. Von einigen Akteuren sei er positiv überrascht, „von dem einen oder anderen hätte ich mir aber doch mehr erwartet“. Er will daher in Absprache mit Fußball-Obmann Ottmar Jöckel überlegen, ob es bei ein, zwei Spielern nicht sinnvoll sei, sie am Ende der Vorbereitung vielleicht in die Kreisliga-Reserve zu schicken. (Weiterlesen: SV Atlas in der Hinrunde mit fünf Samstagsspielen)