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Winterpause geht zuende Untere Handball-Ligen nehmen wieder Fahrt auf

Von Daniel Niebuhr | 08.01.2017, 12:08 Uhr

In den unteren Handball-Ligen kommt der Spielbetrieb langsam wieder in Fahrt. Die HSG Hude/Falkenburg liegt dabei mehrfach gut im Rennen. In der Regionsoberliga zeichnet sich ein Duell der Nachbarn ab.

Die Winterpause im Handball ist naturgemäß ziemlich kurz, die meisten Vereine haben nicht einmal einen Monat frei, um sich über Weihnachten und Neujahr neu zu sortieren. In den unteren Ligen läuft der Spielbetrieb teilweise schon wieder – bevor der Großteil der Mannschaften am Wochenende des 14. und 15. Januar wieder voll einsteigt, gibt es hier einen Überblick über den Stand der Dinge für die Clubs aus Delmenhorst und Umgebung.

Landesklasse Männer

Nach der starken Vorsaison mit Rang fünf muss die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II dieses Mal um den Klassenerhalt bangen – nach nur drei Siegen aus zehn Partien. Zwischendurch trennte man sich von Trainer Andreas Dunkel, weil „die Chemie nicht mehr stimmte“, wie Vorstandsmitglied Sascha Dellwo erklärte. Sebastian Mielcarek übernahm das Team als Interimscoach. Die HSG-Reserve hat eigentlich einen in der Breite gut besetzten Kader, aus dem Nils Hammler mit seinen 72 Saisontoren heraussticht. Doch als Tabellenneunter sind die Abstiegsränge ganz nah.

Landesklasse Frauen

Die routinierte HSG Hude/Falkenburg II kann in der Weser-Ems-Staffel schon fast die Titelfeier planen, nach der Hälfte der Spiele hat die Oberliga-Reserve mit 20:2 Punkten schon sechs Zähler Vorsprung auf die HSG Harpstedt/Wildeshausen und ein um 58 Treffer besseres Torverhältnis. Allerdings hat die Mannschaft von Inge Breithaupt in der Vergangenheit immer auf den Landesliga-Aufstieg verzichtet, wovon dieses Mal die Wildeshauserinnen profitieren könnten. Die HSG Delmenhorst II spielt seit dieser Saison in der Bremer Staffel mit, ist dort nach elf Niederlagen aus zwölf Spielen jedoch Letzter. Trainerin Michaela Feldmann hat trotzdem bereits angekündigt, auch in der kommenden Saison an der Linie stehen zu wollen. „Dass die Mädels unten stehen, ist nicht ganz unerwartet. Sie haben trotzdem eine tolle Stimmung im Team“, sagt Vereinsvorsitzender Jürgen Janßen.

Regionsoberliga Männer

Die HSG Hude/Falkenburg liegt als Vierter in Lauerstellung, sechs seiner neun Partien hat das Team gewonnen und dabei die meisten Tore der Liga erzielt, nämlich 275. Am 15. Januar kann Hude/Falkenburg zum Spitzentrio aufschließen, dann geht es im ersten Spiel im neuen Jahr zur Oldie-Truppe der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III, die nach dem Rückzug aus der Weser-Ems-Liga als Sechster mäßige Leistungen zeigte.

Regionsoberliga Frauen

Die ersten sechs Teams liegen nach der Hinrunde innerhalb von drei Punkten zusammen, zwei Nachbarn haben dabei beste Titelaussichten. Der TSV Ganderkesee führt die Tabelle mit 15:3 Punkten an, auf Rang drei folgt schon die TS Hoykenkamp mit 13:5 Zählern – dazwischen liegt noch der Oldenburger TB (14:4). Zum Rückrundenstart am 21. Januar nehmen sich Oldenburg und Ganderkesee im direkten Duell gegenseitig Punkte ab, Hoykenkamp kann mit einem Sieg gegen Schlusslicht DSC Oldenburg Boden gutmachen. Mit der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II liegt die dritte Mannschaft aus der Gemeinde Ganderkesee in dieser Liga auf einem sicheren siebten Rang.

Bremen-Liga Männer

Die HSG Delmenhorst III war schon in der Regionsoberliga als Vizemeister ein Topteam, nach dem Wechsel des Vereins in den Bremer Spielbetrieb mischt die Mannschaft von Volker Gallmann nun die Bremen-Liga auf. Acht Siege aus neun Spielen – die Delmenhorster Dritte liefert sich mit aktuell 16:2 Punkten ein Rennen um die Meisterschaft mit Spitzenreiter HV Grasberg (18:2) und der SG Findorff (16:4). „Die Regionsoberliga war stärker als die Bremen-Liga“, hatte Gallmann schon kurz nach Saisonstart gesagt. Am 14. Januar ist die HSG zum Spitzenspiel in Grasberg zu Gast.