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Wolfsburg-Profi steht vor Ausleihe Patrick Drewes will nächsten Karriereschritt machen

Von Klaus Erdmann | 15.06.2015, 10:41 Uhr

Für den Torwart Patrick Drewes, der seit sieben Jahren für den VfL Wolfsburg spielt, ist es wichtig, dass er sich weiterentwickelt. Der Ex-Heidkruger blickt auf ein an Höhepunkten reiches Jahr zurück.

Die Sommerpause macht es möglich, dass Patrick Drewes an beiden Tagen den 2. Internationalen Hermes-Junior-Super-Cup besuchen konnte. Erinnerungen wurden wach bei dem 22-jährigen Torwart, der einst dem TuS Heidkrug angehörte, 2008 in das Nachwuchsleistungszentrum des VfL Wolfsburg wechselte und seit drei Jahren dem Kader der Profis angehört. An diesem Turnier, sagte Drewes tags darauf im Gespräch mit dem dk, habe er auch zweimal teilgenommen – „so vor zehn Jahren“.

Ist 15 das richtige Alter, um zu einem großen Verein zu wechseln? „Ich denke, andere machen den Schritt mit 14 oder auch mit 17. Aber in diesem Zeitraum sollte es schon sein. Wenn man länger wartet, kommt der Schritt vielleicht zu spät“, antwortet der Schlussmann. Man brauche Zeit, um sich an das neue Niveau zu gewöhnen.

Beim VfL Wolfsburg auf der Torwartposition die Nummer drei

2014/15 hat Drewes, in Wolfsburg die Nummer drei hinter Diego Benaglio und Max Grün, in drei Bundesligaspielen und einer DFB-Pokalpartie auf der Bank gesessen. Er wurde mit dem VfL zweimal Vizemeister (Bundes- und Regionalliga) und Pokalsieger. Wie lautet sein Fazit? „Wir haben intern besprochen, was wir erreichen wollen. Wir haben das Ziel erreicht und sogar übertroffen“, blickt Drewes zurück. Auch in der Europa League habe es „Super-Erlebnisse“ gegeben und der VfL habe sich gut präsentiert. Bei der Zweiten sei er nicht so regelmäßig wie in der Saison zuvor zum Einsatz gekommen. „Das hatte mit den Spielen der Profis zu tun“, sagt Drewes. Auch die zweite Mannschaft habe sich gut präsentiert. Schließlich habe es wieder viele Veränderungen gegeben. Das Pokalfinale in Berlin sei ein „geiles Erlebnis“ gewesen: „Besser kann man eine Saison nicht abschließen.“

Man las, dass der Vertrag nicht verlängert würde. Dann hieß es, Drewes verlängere bis 2018. Lob kam von Geschäftsführer Klaus Allofs („Er besitzt das Potenzial, es in den Profibereich zu schaffen“) und Trainer Dieter Hecking („Er zeigt mit seinen Leistungen bei der U23, dass er bereit ist, den nächsten Schritt zu machen“). Durchlief er ein Wechselbad? „Es war kein Wechselbad“, betont Drewes. „Der Verein hat mir immer signalisiert, dass Gespräche folgen werden. Wir mussten einen guten Zeitpunkt abpassen. Es waren gute Gespräche. Ich wollte immer in Wolfsburg weitermachen.“

Keinen Kontakt zum SV Sandhausen

Eine Meldung besagte, dass Wolfsburg den ehemaligen Heidkruger zum Zweitligisten SV Sandhausen ausleihen werde. „Zu Sandhausen gibt es keinen Kontakt. Ich weiß nicht, wie diese Meldung entstanden ist“, unterstreicht Drewes. Gleichwohl ist eine Ausleihe eine favorisierte Option. „Ich habe dem Verein gesagt, dass ich mich weiterentwickeln möchte“, kündigt er den nächsten Karriereschritt an. Man habe ihm Möglichkeiten aufgezeigt. Auf jeden Fall werde eine Ausleihe angestrebt.

Seit dem 1. Juni befinde er sich im Urlaub und momentan genieße er die Tage zuhause, sagt Drewes. Am 2. Juli steht die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Vielleicht ist Patrick Drewes dann schon bei einem anderen Verein. „Wir werden demnächst entscheiden, wie es weitergeht“, sagt er.