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Youngstars Dressage 2017 Rebecca Horstmann ärgert sich über ihre Fehler

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 28.11.2017, 09:35 Uhr

Beim den Aachen Youngstars Dressage 2017, dem Turnier der besten Nachwuchs-Dressurreiter, leistet sich die Ganderkeseerin ‚Rebecca Horstmann „blöde Fehler“ und wird am Ende Siebte. Dennoch schwärmt die 17-Jährige von dem besonderen Flair auf dem traditionsreichen CHIO-Gelände.

Auch noch am Montag war die leichte Enttäuschung in der Stimme von Rebecca Horstmann über ihr Abschneiden beim internationalen „Aachen Youngstars Dressage 2017“ nicht zu überhören. „Aus sportlicher Sicht war das nicht unser Wochenende. Ich bin nicht zufrieden. Ich habe leider an jedem Tag blöde Zwischenfehler gemacht. Die muss ich auf meine Kappe nehmen“, bilanzierte die Dressurreiterin des RV Ganderkesee selbstkritisch und räumte ein, dass mit ihrem neunjährigen Oldenburger Wallach Fridolin eine bessere Platzierung durchaus möglich gewesen wäre. Am Ende belegten Horstmann und ihr Friend of mine getauftes Pferd bei den Jungen Reitern Rang sieben.

Bei der Premiere des von Donnerstag bis Sonntag dauernden viertägigen internationalen Turnieres ritten 64 Sportler aus 14 Nationen auf dem traditionsreichen CHIO Aachen-Gelände in der Soers. Eine Reihe der besten Dressurreiter bis 21 Jahre waren unter den Augen von Bundestrainerin Monica Theodorescu in drei Altersklassen (Pony, Junioren, Junge Reiter) in der Albert-Vahle-Halle an den Start gegangen. Dem ambitionierten Nachwuchs sollte damit die Möglichkeit gegeben werden, sich auf hohem Niveau gegen starke Konkurrenten zu beweisen.

„Dicker Patzer“ in der zweiten Prüfung

Das Teilnehmerfeld vor allem bei den Jungen Reitern war sehr hochkarätig. Beim ersten Turniertag, als in der Prüfung (alle Klasse S) Aufgaben der Mannschaftswettbewerbe der Championate (EM, WM) abgefragt wurden, „habe ich leider eine Aufgabe vergessen“, bedauerte Horstmann. Das bedeutete für sie zunächst Rang zehn. Den zweiten Turniertag mit den Anforderungen der Einzelkonkurrenzen beendete die 17-Jährige auf Rang sechs und hatte sich damit für das Finale qualifiziert. Allerdings ärgerte sich Rebecca Horstmann auch hier über einen „dicken Patzer“ von ihr. „Ohne den Fehler hätte ich zwei Prozentpunkte mehr gehabt und wäre dann schon Gesamtdritte gewesen.“ Hinzu kam, dass sich die Richter bei der Bewertung ihrer Prüfung alles andere als einig waren.

Im Finale, einer Kür-Prüfung, machte Horstmann dann zu Anfang einen Fehler, den sie zwar auszubessern versuchte, was ihr aber nicht so recht gelingen wollte. Rang neun in der Kür bedeutete dann am Ende Gesamtplatz sieben für die Ganderkeseerin. „Ich bin über meine Fehler nicht böse, aber ich habe gemerkt, dass Fridolin und ich noch ein bisschen mehr Erfahrungen sammeln müssen“, sagte Horstmann, die eigentlich noch bei den Junioren reiten könnte, sich im vergangenen September aber entschlossen hatte, schon in die nächste höhere Altersklasse zu wechseln.

Wohlfühlatmosphäre in Aachen

Die Erstauflage des Nachwuchsturniers fanden nicht nur die Veranstalter und Bundestrainerin Monica Theodorescu, sondern auch Rebecca Horstmann mehr als gelungen. „Das war ein ganz super-tolles Turnier mit allem Pipapo. Die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben, die Halle war weihnachtlich geschmückt und schön hergerichtet. Das ist schon etwas Besonderes. Fridolin und ich haben uns sehr wohl gefühlt“, schwärmte Horstmann über die Organisation und fand: „Es ist super, dass dieses Turnier in unseren Kalender gepackt worden ist.“

Die Gymnasiastin hatte dem Start in Aachen ziemlich kräftig entgegengefiebert – auch, weil ihr jüngerer Bruder Marius von der beeindruckenden Atmosphäre geschwärmt hatte. „Jedes kleine Kind wünscht sich doch, hier einmal zu reiten. Und jetzt war ich auch endlich einmal dabei“, nahm Horstmann trotz der sportlich nicht zufriedenstellenden Leistung viele positive Erlebnisse aus Aachen mit. Für die Dressureiterin steht vor Weihnachten jetzt noch ein Sichtungslehrgang an, danach ist erst einmal Pause.