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Zu viele einfache Fehler Delmenhorst verliert bei Schwanewede/Neuenkirchen

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 13.03.2016, 12:57 Uhr

Nach zwei Siegen kassierte Handball-Oberligist HSG Delmenhorst per 27:30 (12:15) bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen wieder eine Niederlage. Die spielentscheidende Szene gab es erst in der Schlussphase.

Ein paar Stunden nach der elften Saisonniederlage warf Andre Haake den Blick schon wieder nach vorne. „In der Tabelle ist noch weiter alles im Lot“, sagte der Spielertrainer der HSG Delmenhorst nach der 27:30 (12:15)-Pleite bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Im nächsten Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen den Vorletzten SVGO Bremen (9:31 Punkte), der wie der Drittletzte TSG Hatten-Sandkrug (11:29) ebenfalls eine Niederlage kassierte, ginge es in puncto Klassenerhalt für Delmenhorst (15:25) „um alles“, meinte Haake. „Mit einem Sieg könnten wir schon eine kleine Vorentscheidung im Abstiegskampf schaffen.“

HSG Delmenhorst leistet sich viele Unkonzentriertheiten

Die Pleite bei den „Sahneschnitten“ aus Schwanewede/Neuenkirchen fand Haake derweil „ein bisschen ärgerlich“. Der Tabellenvierte sei durchaus schlagbar gewesen, aber Delmenhorst konnte nicht an seine beiden Leistungen aus den vorherigen Spielen bei der HSG Barnstorf/Diepholz (30:26) und gegen die SG Achim/Baden (30:29) anknüpfen. Das Hauptmanko der Gäste in der „Heidehölle“: viele Unkonzentriertheiten gepaart mit vielen technischen Fehlern. „Wir haben Schwanewede zu einfachen Toren eingeladen“, ärgerte sich Haake.

HSG Delmenhorst verpasst in der Schlussphase Chance zum Ausgleich

Delmenhorst, das auf die verletzten Dominik Ludwig und Niclas Schanthöfer verzichten musste, lief praktisch während des ganzen Spiels einem Rückstand hinterher. Dennoch hielten die Gäste über 4:5 (10.), 7:10 (20.), 12:15 (30.), 17:18 (35.) und 21:22 (45.) die Begegnung bis in die Schlussphase offen. Die spielentscheidende Szene gab es laut Haake in der 54. Minute: Beim 26:27 hatte Delmenhorst in Überzahl die Chance zum Ausgleich, vertändelte jedoch seinen Angriff und bekam per Gegenstoß das 26:28. „Das war der Genickbruch“, sagte Haake. In den verbliebenen Minuten brachten die Gastgeber ihren Vorsprung über 29:26 dann clever zum 30:27 ins Ziel.