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Zuletzt fünf Siege in Folge Der Höhenflug des TSV Ippener

Von Manfred Nolte | 08.10.2015, 08:46 Uhr

Mit seinen vier Torjägern und seinen konditionellen Vorteilen ist der TSV Ippener in der 1. Fußball-Kreisklasse auf Platz eins gestürmt. An der Disziplin will und muss Spielertrainer Andreas Lorer allerdings noch arbeiten.

In der 1. Kreisklasse haben sich die Fußballer des TSV Ippener an der Tabellenspitze schon ein wenig vor einer großen Verfolgerschar abgesetzt. Nach fünf klaren Siegen in Folge träumt der TSV von der Rückkehr in die Kreisliga, aus der er 2011 abstieg. Am Freitag steigt ab 19.30 Uhr am Kleinen Meer in das Gipfeltreffen beim Delmenhorster TB.

Ippener war aufgrund spektakulärer Neuzugänge schon in den vergangenen Jahren stets als Aufstiegskandidat gehandelt worden, doch der große Wurf klappte nie. Die Trainingsbeteiligung war nicht sonderlich gut und es fehlte an Disziplin. Immer wieder standen Spieler während der laufenden Saison nicht mehr zur Verfügung, doch nun ist laut Spielertrainer Andreas Lorer alles anders geworden. (Weiterlesen: Das neue Gesicht des TSV Ippener)

75 Prozent seiner Männer seien in der Regel beim Training dabei. „Wir arbeiten hart und haben gegenüber den meisten Konkurrenten konditionelle Vorteile. Das sieht man schon daran, dass wir die Vielzahl unserer Tore in der zweiten Halbzeit erzielen“, erklärt der 30-Jährige.

Neuzugänge schlagen voll ein – und schießen viele Tore

Mit Mikael-Cihan Blümel, Bassel Ibrahim, Ümit Yildiz, Alexander Rautenhaus und Ferhat Kesim hätten alle Neuzugänge eingeschlagen und von einigen Störenfrieden habe man sich getrennt. Seine Mannschaft sei nicht mehr so leicht auszurechnen wie früher. „Da war ich in Sachen Toreschießen fast ein Alleinunterhalter, doch jetzt haben wir gleich vier Schützen, die in der Torjägerliste unter den Top-Ten geführt werden“, nennt Lorer einen weiteren Grund für den Höhenflug. Zana Ibrahim (16), Lorer (11), Bassel Ibrahim (9) und Blümel (8) erzielten 44 der schon 58 Saisontore.

„Die Tabellenführung stärkt uns den Rücken, doch wir müssen weiter hart arbeiten, um einen der beiden Aufstiegsränge zu erringen“, weiß Lorer um die Stärke der Liga. Verärgert ist er nur über die Vielzahl von Platzverweisen für sein Team. Je dreimal Rot und Gelb-Rot sind eines Spitzenreiters unwürdig, doch etliche seiner Spieler neigen zu Meckereien gegenüber den Schiedsrichter und zu verbalen Provokationen gegenüber Gegenspielern. „Das muss besser werden“, sagt der engagierte Coach, der der Partie beim Zweiten DTB gelassen entgegen sieht.

Lorer vor Spitzenspiel gegen Delmenhorster TB siegessicher

„Bis auf Rotsünder Ümit Yildiz sind alle Mann an Bord. Im Pokal haben wir die Delmenhorster 3:1 bezwungen. Rufen wir unsere normale Leistung ab, werden wir auch gegen den DTB gewinnen“, ist sich Spielertrainer Lorer sicher.