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Zusammenschluss ist vom Tisch Vereine lehnen Fusion der Fußball-Kreise ab

16.06.2015, 01:00 Uhr

37 von 38 Klubs stimmen bei der Arbeitstagung des Fußball-Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst gegen einen Zusammenschluss.

Im Prinzip nahm Erich Meenken das Abstimmungsergebnis schon vorweg. Noch bevor die Vereinsvertreter aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg am Montagabend bei der Arbeitstagung in Kirchhatten über eine Fusion mit den Nachbarn Friesland, Wilhelmshaven, Ammerland, Oldenburg-Stadt und Wesermarsch entscheiden durften, stellte der stellvertretende Vorsitzende des Fußball-Kreises vielsagend fest: „Wir sind offen für andere Dinge – aber nicht für den Großkreis.“ Das Ergebnis fiel dann entsprechend aus: 39 der 40 Klubs stimmten, bei einer Enthaltung, gegen die Fusion, die damit erst einmal vom Tisch ist. „Es wird vorerst keine weiteren Gespräche mit anderen Kreisen geben“, stellte Meenken fest. „Wir sehen uns, so wie wir sind, gut aufgestellt.“

Die Funktionäre nahmen das eindeutige Resultat mit sichtlicher Genugtuung zur Kenntnis. Die Debatte über die vom Niedersächsischen Fußball-Verband geforderte Gründung eines Großkreises hatte in den vergangenen Monaten für viel Zündstoff gesorgt. Unter anderem war der langjährige Kreisvorsitzende Hartmut Heinen zurückgetreten. Seine Nachfolge könnte Meenken antreten, der am Montagabend ankündigte, für diesen Posten kandidieren zu wollen.