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Zwei „Teufel“ in der Landesauswahl Ermez und Lucas belegen mit Niedersachsen DM-Platz sechs

Von Klaus Erdmann | 16.06.2015, 21:05 Uhr

Dennis Ermez und Daniel Lucas vom SC Rote Teufel Ganderkesee haben bei der Deutschen Meisterschaft der Länder für Fußballer mit mentaler Behinderung Platz sechs belegt.

Dennis Ermez, Fußballer der Lebenshilfe Delmenhorst/SC Rote Teufel Ganderkesee, lächelte etwas verlegen, als ihm Jutta Lobenstein mitteilte, dass sie richtig stolz auf ihn sei. „Er hatte als Neuling bei der Deutschen Meisterschaft der Länder für Fußballer mit mentaler Behinderung im Team der Niedersachsen einen Super-Einstieg“, freute sich die Trainerin. Mannschaftskollege und Torwart Daniel Lucas gehörte ebenfalls zum Aufgebot.

Bei den Begegnungen in Salzwedel (Sachsen-Anhalt), hatte Ermez Landesauswahl-Trainer Dankward Morin offensichtlich überzeugt – der Delmenhorster wirkte in allen Treffen über die gesamte Spielzeit mit. „Als Neuling hat er eine bravouröse Leistung gezeigt“, betonte Lobenstein. Sie führt sowohl bei der Lebenshilfe-Elf, die in der Gruppe A der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen (BFLN) beheimatet ist, als auch bei den Roten Teufel (5. Kreisklasse) Regie. Teufel-Schlussmann Daniel Lucas stand in Salzwedel in zwei Partien zwischen den Pfosten.

0:1-Niederlage im Spiel um Platz fünf

Im Werner-Seelenbinder-Stadion startete Niedersachsen mit 0:1-Niederlagen gegen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Gegen Gruppensieger Bayern siegte man mit 2:0 und gegen das Saarland hieß es 5:0. Hinter Bayern und Mecklenburg-Vorpommern landete Niedersachsen auf Rang drei. Im Spiel um Platz fünf unterlag man Hessen mit 0:1. Deutscher Meister wurde Nordrhein-Westfalen mit 10:9 nach Elfmeterschießen gegen Sachsen-Anhalt.

„Daniel Lucas hat starke Konkurrenz auf seiner Position und kann mit zwei Einsätzen zufrieden sein“, sagte Lobenstein. Für Dennis Ermez („Er ist ein Lebenshilfe-Urgestein“) sei dieses Turnier eine „ganz große Sache gewesen“. Die Trainerin: „Nach zwei Lehrgängen hatte er nicht mit einer Berufung gerechnet. Allein die Nominierung war schon toll.“