Ein Angebot der NOZ

Zweiter Teil der Turnierserie Voltigier-Nachwuchs überzeugt beim RV Grüppenbühren

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 02.07.2017, 23:37 Uhr

Der Wettergott meinte es mal wieder nicht gut mit dem Reiterverein Dennoch zog Klubchef Mathias Karrasch ein zufriedenes Fazit – auch dank des großen Zuschauerzuspruchs am Sonntag.

Als sich am frühen Sonntagnachmittag der zweite Teil der Turnierserie des Reitervereins Grüppenbühren dem Ende näherte, nahm Mathias Karrasch ganz gelassen auf einer Bank im Festzelt Platz. Die Voltigierer des RV Grüppenbühren I hatten gerade bei ihrem Heimspiel wieder einmal das Publikum verzückt, da zog Karrasch als Vorsitzender des RVG ein gelungenes Fazit der dreitägigen Veranstaltung aus Dressur- und Voltigierturnier. „Wir sind total zufrieden, wie es gelaufen ist“, sagte Karrasch.

Aufgrund der geringen Nennungszahlen in den höheren Klassen hatten sich die Veranstalter entschlossen, am dritten Turniertag allein nur ein Turnier für den Voltigiernachwuchs zu veranstalten – und das kam hervorragend an. „Die Stimmung in der Halle war super“, sagte Karrasch über die Auftritte der Jüngsten der Pferdeakrobaten am frühen Nachmittag in der Reithalle. Geschwister, Eltern und Großeltern filmten und fotografierten mit ihren Smartphones die turnerischen Einlagen ihrer Liebsten und honorierten sie mit langem Applaus.

Voltigierer des RV Grüppenbühren I ein echter Hingucker

In sportlicher Hinsicht waren am Sonntagnachmittag auf dem Reitplatz die Prüfungen im Einzelvoltigieren vor großer Zuschauerkulisse ein echter Hingucker. Im Kürwettbewerb zeigten Eske Hoffmann, Beke Raschen und Celina Joeline Schmidt vom RVG I mit ihrem Paradepferd Fabergé le Cinéstar gute Leistungen. „Ich bin sehr zufrieden. Wer viel trainiert, ist auch gut drauf“, sagte Trainerin Ulrike Siemers über die Darbietungen ihres Trios. Bei Eske Hoffmann und Beke Raschen sah sie noch etwas Luft nach oben, Celina Joeline Schmidt war schon nah am Optimum. „Celina war voll gut“, fanden ihren beiden Teamkolleginnnen. Und Schmidt räumte auch ein, „sehr zufrieden“ zu sein. Sie siegte am Ende mit der Wertnote 7,023 vor Eske Hoffmann (6,853) und Jennifer Falker (6,676) vom RC Hof Becker aus Bremen.

35.000 Liter Wasser müssen abgepumpt werden

Das familiäre Flair, das am Sonntag über die Anlage des RV Grüppenbühren wehte, machte sich auch an den Besuchern deutlich: Auto an Auto reihte sich an den Seitenstraßen rund um die Reithalle und sorgten für den größten Zuschauerzuspruch am langen Turnierwochenende. „Mit dem Wetter haben wir zumindest am Sonntag echt Glück gehabt“, atmete Karrasch tief durch.

Das war vor allem am Freitag beim Dressurturnier dagegen nicht so. Zum dritten Mal in Folge machte das Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Zwischen den Prüfungen wurden Abreiteplatz und Prüfungsviereck regelmäßig mittels mehrerer Wasserpumpen von den größten Pfützen befreit. Bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr hatten die Helfer mit dem Abpumpen begonnen. Insgesamt befreiten die RVG-Verantwortlichen den Reitplatz am Donnerstag und Freitag von 35000 Litern Wasser. (Weiterlesen: Springturnier 2016 des RV Grüppenbühren leidet unter dem Regen)

Alle Prüfungen können wie geplant ausgetragen werden

„Glücklicherweise verträgt unser Boden ja viel Wasser, weshalb die Reiter und ihre Pferde durch die Bodenverhältnisse keiner Gefährdung ausgesetzt waren. Der Sandboden hatte trotz allem immer genügend Grip“, sagte Grüppenbührens Pressewartin Karoline Schulz.

Vereinschef Karrasch räumte allerdings auch ein: „Das mäßige Wetter hat uns beim Dressurturnier schon Zuschauer gekostet. Immerhin: die Starterfüllung war dafür gut.“ Trotz der anhaltenden Regenschauer – insbesondere am Freitag – fanden alle Dressurprüfungen wie geplant statt. Nur einige Siegerehrungen am Freitagvormittag wurden im Zelt durchgeführt, „ausnahmsweise ohne Pferde“, wie Schulz schmunzelte. Am Samstag blieb es glücklicherweise bei wenigen Regenschauern, weshalb die Nachwuchsprüfungen am Vormittag (Reiterwettbewerb und Führzügelklasse) nicht in die Halle verlegt werden mussten, sondern wie geplant auf dem Außenplatz stattfanden.

Einige Heimsiege für den RV Grüppenbühren

Zum Sportlichen: Heimsiege in der Dressur gab es für den RV Grüppenbühren durch den 2. Vorsitzenden Dirk Fischer in der A*-Klasse, Jasper Knirsch in der E-Dressur und Celina Joeline Schmidt in der A**-Klasse. „Mein Pony Dynamite Deluxe war richtig gut drauf“, fand Schmidt.

Mehrere Schleifen sammelte für die Gastgeber unter anderem auch Jessica Schmidt. Die Mannschaftsdressur bleibt indes weiter eine Domäne des RuFV Holle-Wüsting. Sowohl in der E-Klasse als auch in der A-Klasse siegte Holle-Wüsting vor dem RV Höven.

Änderungen im kommenden Jahr denkbar

Von den Reitern gab es für die Turnierleitung für die Bodengegebenheiten und die Organisation wie in der Vorwoche beim Springturnier nur positives Feedback. „Es gab trotz des erhöhten Aufwands bei der Platzpflege keine nennenswerten Verzögerungen. Auch von Unfällen, Stürzen und sonstigen Pannen sind wir verschont geblieben“, betonte Karoline Schulze.

Nichtsdestotrotz denken sie beim Reiterverein Grüppenbühren über Änderungen bei ihrer dreiteiligen Turnierserie mit Springen, Dressur und Voltigieren nach. „Vielleicht ziehen wir das Dressurturnier vor das Springturnier“, erklärte Karrasch. Wichtig seien auch der Blick auf die Ferienzeit (weil dort die Nennungen gewöhnlich niedriger sind) und die Turniertermine Ende Juni, Anfang Juli (weil dort das Wetter zu unbeständig ist). Unabhängig davon sagte der RVG-Chef: „Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.“