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Zwischen Hoffen und Bangen Kreisligist TSV Ganderkesee II droht Zwangsabstieg

Von Manfred Nolte, Manfred Nolte | 19.05.2016, 18:17 Uhr

Sollte das erste Team des TSV Ganderkesee am Ende der Saison 2015/2016 aus der Bezirksliga absteigen, muss die Zweite die Kreisliga verlassen. Das könnte schwerwiegende Folgen haben.

An ihnen selbst liegt es nicht. Die Kreisliga-Fußballer von Aufsteiger TSV Ganderkesee II haben zum großen Teil eine starke Saison gespielt. Das Team ist derzeit als Aufsteiger auf einem guten achten Rang postiert und marschierte im Kreispokal bis ins Finale, wo nur der VfR Wardenburg einem Titelgewinn im Weg stand. Eigentlich sollte Trainer Andreas Dietrich die restlichen Spiele entspannt angehen können – doch aktuell schwebt die Mannschaft zwischen Hoffen und Bangen. Denn es droht der Zwangsabstieg.

Ungewissheit zehrt an den Nerven

Das Bezirksliga-Team der Ganderkeseer liegt derzeit auf einem Abstiegsrang. Steigt das Team ab, muss die Zweite die Kreisliga verlassen, da die erste und die zweite Mannschaft eines Vereins nicht in einer Klasse spielen dürfen. Die Situation zehrt an den Nerven der Spieler, auch und gerade im Reserveteam. „Meine Jungs haben die Köpfe nicht mehr frei. Sie können selbst nichts mehr bewirken und sind vom Schicksal der Ersten abhängig“, erklärt Dietrich. Er hat in den vergangenen Wochen alles für den Klassenerhalt der ersten Mannschaft getan und Spieler wie die Schrank-Brüder Marco und Jannik oder Jan Badberg abgestellt. Dietrich weiß, dass der Klassenerhalt am seidenen Faden hängt, denn mit den Spitzenklubs Heidmühler FC und dem SV Atlas hat die Erste des TSV im Schlussspurt hohe Hürden vor sich.

Trainer Andreas Dietrich fürchtet viele Abgänge

Wie es nach einem Zwangsabstieg in der Zweiten aussehen würde, mag Dietrich sich nicht auszumalen. „In der 1. Kreisklasse würde es hart werden, denn dort gibt es viele ambitionierte Mannschaften. Der SV Atlas II dürfte durchmarschieren und auch andere Vereine wie Huntlosen, Hasbergen oder Wüsting wollen in die Kreisliga“, erklärt Dietrich. Selbst der Meistertitel in der Kreisklasse wäre nur dann von Wert, wenn die eigene Erste den sofortigen Wiederaufstieg schafft. „Bei einem Zwangsabstieg wird so mancher junge Spieler darüber nachdenken, ob er nach guten Leistungen in der Kreisliga in die 1. Kreisklasse zurückgehen soll. Außerdem dürfte es dann schwer werden, Spieler aus anderen Vereinen anzulocken“, glaubt Dietrich. Jetzt heißt es erst einmal abwarten, was mit der Ersten passiert. Danach wird eine Entscheidung fallen, wie es mit der Zweiten weiter geht. „Die Jungens aber auch ich müssen eine Perspektive haben“, sagt Dietrich.