Am Sonntag, 1. Juni, werden Liebhaber wieder historischer Automobile nach Delmenhorst gelockt. Dann steht nämlich die mittlerweile 21. Oldtimer-Klassik„Rund um die Hünengräber“ im Veranstaltungskalender.
Organisiert wird die Traditionsveranstaltung vom Ortsclub Delmenhorst im ADAC. Der Start- und Zielpunkt wird zum 21. Mal - das Autohaus Mock an der Syker Straße sein. Das Interesse an der Klassik ist wieder riesig: Seit dem 20. April ist die Ausfahrt ausgebucht. Gemeldet haben Oldtimer-Liebhaber aus ganz Deutschland. Zugelassen sind 90 Fahrzeuge. „Mehr geht nicht“, sagt Fahrtleiter Uwe Huntemann „die Wartezeiten wären dann zu groß.“
Durch Krankheitsfälle sind aktuell allerdings vier Startplätze frei geworden. Info bei Uwe, Telefon 0172 420 52 33. Woher kommt das große Interesse? „Das liegt an unserem Konzept“, begründet Uwe Huntemann, „wir fahren 80 Kilometer ohne Pause durch und starten erst um 12 Uhr.“ Das sei für eine weite Anreise der Teilnehmer, die teilweise mit einem Wohnmobil und ihrem Oldtimer auf dem Anhänger anreisen, von Vorteil. Ausgeschrieben ist in diesem Jahr nur die „Touristische Ausfahrt“. Gefahren werden 80 Kilometer nach Bordbuch und ohne Pause. „Die sporttouristische Ausfahrt haben wir diesmal gestrichen“, erklärt Uwe Huntemann.„Der benötigte Auf-wand steht nicht zu der Zahl von nur 14 gemeldeten Fahrzeugen.“
Auch das geforderte Alter der Fahrzeuge wurde begrenzt. „Erstmals sind nur Oldtimer zugelassen, die älter als 30 Jahre sind“, sagt Uwe Huntemann. Erstmals wurde auch eine Klasse für Vorkriegsfahrzeuge ausgeschrieben. In der Gruppe bis Baujahr 1949 gehen drei Fahrzeuge an den Start. Das älteste ist der Ford Modell A von Herbert Klose mit dem Baujahr 1928. Es folgen der Opel Blitz 1,5 von Robert Heinzel, Baujahr 1939, und der Ford Superdeluxe Cabrio von Martin Sztaka, Baujahr 1948.


Zunächst melden sich die Teams um 10 Uhr am Startort Nennbüro. Der beim Startschuss fällt um 12 Uhr. Dann haben die Teams rund drei Stunden Zeit, um die 80 Kilometer lange Strecke zu absolvieren. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei unter 30 Stundenkilometern. Bei der diesjährigen Ausgabe wird es einen neuen Streckenverlauf geben. Die Strecke führt durch die Ortschaften Annenheide, Schlutter, Ganderkesee, Bürstel, Eckerkamp, Feldhake, Brettorf und Uhlhorn. Danach geht es über Klein Henstedt nach Groẞ Ippener und von dort aus zur sogenannten Stempelkontrolle am Hildegard-Stift in Annenheide. Dort warten die Bewohnerinnen und Bewohner bereits sehnsüchtig und freuen sich über die Abwechslung. Ab da geht es wieder zurück zum Autohaus Mock - die Zielankunft wird für 14.45 Uhr erwartet. Auf der Strecke gibt es acht Stempelkontrollen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Oldtimer-Klassik müssen diesmal zwei „Sollzeitprüfungen“ ablegen. Die erste folgt sofort nach dem Start. Da muss eine kurze Strecke von etwa 20 Metern in genau sieben Sekunden absolviert werden. Die zweite Prüfung findet auf dem Gelände des Tüv Nord an der Annenheider Allee statt. Dort muss in einer vorgegebenen Zeit um das Gebäude herumgefahren werden. 28 Helfer sind seit dem Dezember im Einsatz. Erst wird die Strecke ausgesucht, dann zur Genehmigung an die Landesbehörde Hannover geschickt. Es werden die Sponsoren abgeklappert“. Im Januar geht die Ausschreibung (auch online sind Nennungen möglich). Ein „Geschädigter“ vom vorigen Jahr hat bereits im November als Erster seine Teilnahme angekündigt. 2024 war er zu spät und hatte keinen Startplatz mehr erhalten.