
Eine besondere Premiere wird es am Samstag, 28. Juni, in Delmenhorst geben. Zum ersten Mal werden innerhalb des Burginsellaufs deutsche Meisterschaften ausgetragen in einem Wettbewerb, der ein Viertel der Zeit beansprucht, in der die Veranstaltung läuft: im Sechs-Stunden-Lauf.
Doch nicht nur Spitzensportler, die um die Titel kämpfen werden, möchte der LC 93 Delmenhorst ansprechen. Für all diejenigen, denen die vollen 24 Stunden zu anstrengend erscheinen, biete diese Konkurrenz eine gute Gelegenheit. „Du willst den Einstieg in den Ultramarathon machen? Dann sind die sechs Stunden genau richtig“, erklärt der ausrichtende Verein auf seiner Internetseite.
Beim Sechs-Stunden-Lauf, dessen Anfänge in der Mitte der 1970er-Jahre zu finden sind, kommt es darauf an, in dieser Zeit eine möglichst große Distanz zu bewältigen. Die Meisterschaften finden auf dem gleichen rund 1,3 Kilometer langen Rundkurs um die Burginsel und die Graftwiesen statt, den auch die 24-Stunden-Läufer zu bewältigen haben.
Dafür gemeldet habe übrigens Anke Libuda, sagte Birgit Woltjen-Ulbrich, 1. Vorsitzende des ausrichtenden LC 93. Anke Libuda aus Bochum ist seit 2016 Rekordhalterin des Burginsellaufs: 211,541 Kilometer legte sie damals innerhalb von 24 Stunden zurück.
Der deutsche Rekord bei den Männern feiert in diesem Jahr sein 41-jähriges Bestehen. 1984 lief Gerd Boldhaus (BSG Rotring Hamburg) in Genf während eines 24-Stunden-Laufs 89,200 Kilometer. Bei den Frauen hält die mehrfache deutsche Meisterin Nele Alder-Baerens mit 85,490 Kilometern den nationalen Rekord, den sie 2017 aufstellte.