Der letzte Höhepunkt der Ganderkeseer Faschingszeit ist der große Festumzug am Samstag vor Rosenmontag. An diesem morgigen Tag herrscht in Ganderkesee närrischer Ausnahmezustand.
Schon in den frühen Mittagsstunden strömen aus allen Himmelsrichtungen zehntausende Besucher in den Ort und sichern sich die besten Plätze an der Umzugsstrecke. Dann ist der Ortskern für den Verkehr bereits komplett gesperrt.
Wenn um 14 Uhr der Präsident der GGV, Thomas Tesch, den Umzug freigibt und sich der Lindwurm mit zahlreichen Fußgruppen, Festwagen und Musikzügen und mit seinen tausenden Aktiven in Bewegung setzt, dauert es ungefähr drei Stunden, bis auch der letzte Wagen den Ring einmal umfahren hat. Für die Besucher des Faschingsumzugs ist dies jedes Jahr ein Spektakel sondergleichen. Über die Menge an Wurfmaterial, die in dieser Zeit unter die Menschen am Straßenrand gebracht werden gibt es jedes Jahr nur Schätzungen. Die Zahl dürfte aber im 2-stelligen Tonnenbereich liegen.
Die Umzugsteilnehmer bereiten sich monatelang auf diesen Tag vor und bieten jedes Jahr aufs neue ein buntes Bild mit immer wieder neuen Überraschungen. Darüber kann man nur immer wieder staunen.
Der Eintrittspreis für den Umzug wird ausschließlich zur Finanzierung der Veranstaltung verwendet.
Hiervon werden die Kosten für den Sanitätsdienst, Toiletten, Absperrungen, die Sicherheit der Umzugsbesucher sowie die anschließende Straßenreinigung bezahlt. eb
Kontrollen zum Jugendschutz
Kein Alkohol für Jugendliche
Mitarbeiter des Landkreises Oldenburg und der Polizeiinspektion Delmenhorst/OldenburgLand/Wesermarsch sind beim morgigen Faschingsumzug präsent, um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu überwachen. Laut Mitteilung begleiten die Einsatzkräfte das Geschehen direkt an der Umzugsstrecke. Ziel der Aktion ist es, Jugendliche über die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum sowie den Gebrauch von E-Zigaretten, sogenannten Vapes, aufzuklären.
Sollten die Kontrolleure Jugendliche antreffen, die das gesetzlich vorgeschriebene Alter für den Konsum von alkoholischen Getränken oder E-Zigaretten noch nicht erreicht haben, greifen die Behörden durch. Die entsprechenden Artikel werden sichergestellt oder vor Ort vernichtet. Zudem wird in diesen Fällen überprüft, woher die jeweiligen Produkte stammen.
In diesem Zusammenhang richten die Verantwortlichen einen Appell an den Handel und die Gastronomie. Gewerbetreibende und Festzeltwirte werden gebeten, bei der Abgabe von Alkohol sehr sorgsam zu agieren. eb