Der Licht-Test, der alljährlich im Oktober kostenlos von Kfz-Werkstätten angeboten wird, wird erweitert. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) machen aus der größten bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion den Licht-Sicht-Test. Als Schirmherr tritt der Bundesverkehrsminister auf.
Zusätzlich zur Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung können die teilnehmenden Kfz-Meisterbetriebe auf Wunsch auch im Rahmen eines Sicht-Tests weitere sicherheitsrelevante Teile des Fahrzeugs prüfen. Sind Wischerblätter und Reifen in Ordnung? Ist die Windschutzscheibe intakt oder durch Steinschlag beschädigt? Können statt herkömmlicher Halogenlampen moderne LED-Lampen nachgerüstet werden?
"Angesichts der Forderungen aus Brüssel, ältere Fahrzeuge einer jährlichen Hauptuntersuchung zu unterziehen, ist für uns im Kfz-Gewerbe jetzt der richtige Zeitpunkt, unsere starke Marke Licht-Test zu einem Licht-Sicht-Test weiterzuentwickeln“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. "Sichtbarkeit ist ein entscheidender Faktor für die Verkehrssicherheit. Gerade bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechtem Wetter sinkt das Unfallrisiko, wenn ich besser gesehen werde", betont DVW-Präsidentin Kirsten Lühmann. Jeder vierte Pkw und sogar jedes dritte Nutzfahrzeug fiel im vergangenen Jahr bei der Hauptuntersuchung durch Mängel an der Beleuchtungsanlage auf.
Wie in der Vergangenheit erhalten erfolgreich überprüfte Fahrzeuge nach dem Licht-Sicht-Test eine Plakette 2025 für die Windschutzscheibe, die der Polizei bei Verkehrskontrollen auf das Ergebnis hinweisen. Rund drei Millionen dieser Plaketten plant der ZDK in diesem Jahr auszugeben. Fahrzeughalter, die beim Licht-Sicht-Test mitmachen, können außerdem an einem bundesweiten Gewinnspiel teilnehmen. Hauptgewinn ist ein Kia EV 3 zur zwölfmonatigen Nutzung. Neben Kia unterstützen unter anderem auch Osram und Hella Gutmann die Aktion.
Termin beim ADAC holen
Kostenloser Lichttest in Delmenhorst
Trotz eigenem Lichtdiagnosesystem sind viele Fahrzeuge nach wie vor mangelhaft beleuchtet. Besonders bei zunehmender Dunkelheit im Herbst sind defekte Lampen, beschädigte Gläser oder verschmutzte Reflektoren ein großes Sicherheitsrisiko. Autofahrer können im gesamten Oktober kostenlos die Beleuchtung ihres Fahrzeugs überprüfen lassen. Die Aktion wird von Innungsbetrieben des KfzGewerbes, TÜV SÜD, TÜV Nord und anderen Werkstätten wie der KÜS und Bosch Car Service angeboten.
Zum Start in die dunkle Jahreszeit bietet auch der ADAC Weser-Ems einen kostenfreien Check der Beleuchtungsanlage an. Beim Lichttest prüfen die ADAC Technik-Experten wichtige Komponenten der gesamten Beleuchtungssysteme aller Fahrzeuge.
Um die Aktion in Delmenhorst nutzen zu können, ist eine vorherige Terminvereinbarung unter (0 42 21) 97 23 776 erforderlich. Die Aktion gilt vom 1. bis einschließlich 30. Oktober 2025 und ausschließlich im ADAC Prüfzentrum Delmenhorst, Reinersweg 34, 27751 Delmenhorst.
Nicht nur gutes Licht ist wichtig
Scheibenwischen und Bereifung
Es wird wieder früher dunkel, die Straßen sind nass und rutschig und oft behindert Nebel die Sicht. Wer mit dem Auto gut durch die kalte Jahreszeit kommen möchte, muss vor allem gut sehen können - und gesehen werden. Deswegen ist eine einwandfreie Beleuchtung des Fahrzeugs von großer Bedeutung. Aber es gibt noch andere wichtige Tipps: Alte Scheibenwischer-Gummis sollten ausgetauscht werden. Denn Schlieren auf der Frontscheibe machen es sowohl bei Sonne als auch im Scheinwerferlicht schwer, sich zu orientieren.
Dadurch steigt die Unfallgefahr rapide. Aus dem gleichen Grund ist es wichtig, die Lüftungsgitter regelmäßig von Herbstlaub zu befreien. Ansonsten braucht die Lüftung deutlich länger, um beschlagene Scheiben freizubekommen.
Neben der guten Sicht ist außerdem auch die richtige Bereifung wichtig für die Fahrsicherheit. Das gilt auch, wenn Wild auf der Straße ist, was im Herbst neben Feldern und Wäldern häufiger vorkommt. Um die Tiere zu vertreiben, empfiehlt es sich, das Fernlicht auszuschalten und zu hupen.
Der Reifenwechsel naht wieder
Auf das Alpine-Symbol achten
Nebel, Regen, Matsch und Schnee sind ständige Begleiter der Autofahrer in den Herbst- und Wintermonaten. Nasse, rutschige Straßen und niedrige Außentemperaturen erhöhten das Unfallrisiko deutlich. Die Reifen sind ein wichtiges Sicherheitselement und sollten den veränderten Bedingungen angepasst werden. Denn laut ADAC verdoppelt sich der Bremsweg, wenn Sommerreifen auf Schnee zum Einsatz kommen.
Winterreifen besitzen eine besondere Materialzusammensetzung und ein spezielles Profil. Im Rahmen der situativen Winterreifenpflicht sind sie bei Matsch, Eis und Schnee vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Reifen müssen das sogenannte Alpine-Symbol tragen. Die von Experten empfohlene Profiltiefe von 4 mm - gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm - bei beiden Reifenarten sollte unbedingt eingehalten werden.