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Schützenfest Grüppenbühren 2026: Großes Fest ein Jahr nach dem 125-jährigen Jubiläum

Das ist das aktuelle, bei Jubiläum gekürte Königshaus des Schützenverein Grüppenbühren: hinten von links: Christof Hellmuth, Jan , Pohlmann, Heinz-Dieter Alfs, Jan-Philip Cordes (Schützenkönig), Gitta Bleydorn (Schützenkönigin) und Berend Kossen sowie (vorne v. li.) Melina Luitjens, Tarja Timmsen und Tim Hellmuth. FOTO: SCHÜTZENVEREIN GRÜPPENBÜHREN

Am 18. und 19. Juli: Grübü-Fete mit DJ Daniel, Festumzug, Königsschießen, Proklamation des neuen Königshauses, Familienprogramm und Kirmes auf dem Festplatz

Drei statt wie gewohnt zwei Tage wurde im vorigen Jahr auf dem Vereinsgelände an der Kühlinger Straße das Schützenfest gefeiert. Der Grund: Der 1900 gegründete Schützenverein Grüppenbühren feierte sein 125-jähriges Jubiläum.

In diesem Jahr wird das Schützenfest wieder auf die traditionellen zwei Tage zurückgefahren. Gefeiert wird am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli. Unverändertes ist dabei das alljährliche Party-Highlight in Grüppenbühren, die„Grübü-Fete“ im Festzelt mit DJ Daniel am Samstag ab 21 Uhr. Es wird sicher wieder „proppenvoll“ werden. Karten gibt es für acht Euro im Vorverkauf. An der Abendkasse sind zehn Euro zu zahlen. Tickets gibt es im Gasthaus „Zur Linde“, in der Schützenhalle, bei „Ralfis Imbiss“, an der Score-Tankstelle sowie am Kiosk und Avia in Bookholzberg. Am Sonntag ist der Eintritt für den gesamten Tag frei.

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Am Samstag wird das Schützenfest um 13 Uhr eröffnet und es beginnt das Schießen für alle Schützen und Schützinnen. Um 14 Uhr startet das Schüler- und Kinderschießen. Der Festplatz wird um 15 Uhr geöffnet. Auf die Besucher warten eine Schießbude, einen Bierwagen, Bratwurst und Pommes, Fischbrötchen, Pizza und Crepes. Die Kinder dürfen sich auf eine Hüpfburg, ein Karussell, eine Ballonkünstlerin und kostenlose Tattoos freuen. Um 21 Uhr lockt dann die Mega Open Air „Grübü-Zeltfete“ mit der beliebte „Nugget-Party“, bei der Euro in vergünstigte Getränke-Nuggets getauscht werden.

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Der Sonntag startet um 11.15 Uhr mit dem Antreten der Schützinnen und Schützen zum Umzug. Um 15 Uhr wird das Schüler- und Kinderschießen sowie das für alle Schützen und Schützinnen fortgesetzt. Ab 15.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Für Unterhaltung sorgt dabei das Konzert des Musikzugs Bookholzberg. Ab 17 Uhr werden nach dem Losverkauf der Tombola die Preise ausgegeben. Als Höhepunkt des Tages wartet um 19 Uhr die Proklamation des neuen Königshauses. Die Königsfeier mit DJ Daniel beginnt bei freiem Eintritt um 20 Uhr.

Der Schützenverein Grüppenbühren blickt auf eine lange Tradition zurück. 1900 war der Verein gegründet worden und hat in den mittlerweile 125 Jahren viele Herausforderungen gemeistert, darunter zwei Weltkriege und viele gesellschaftliche Veränderungen.

Ein Highlight des Schützenfestes:„Grübü-Fete“ mit DJ Daniel am Samstag im Festzelt. Foto: pv
Ein Highlight des Schützenfestes:„Grübü-Fete“ mit DJ Daniel am Samstag im Festzelt. Foto: pv

Nach Kriegsende 1945, als Deutschland in Schutt und Asche lag, erwachte im Schützenverein Gruppenbühren neuer Lebensmut und neuer Lebenswille. Es dauerte nicht lange und es regte sich der Wunsch nach neuer Gemeinsamkeit und Geselligkeit. Weil auch den Schützenvereinen jegliche Aktivitäten durch die Besatzungsmächte untersagt wurden, so machte der Schützenverein Grüppenbühren aus der Not eine Tugend. Es wurde kurzerhand ein Kegelklub gegründet und somit der Wunsch nach Geselligkeit erfüllt. Doch schon bald kam für den Schützenverein am 19. April 1950 die große Sternstunde. Die junge Bundesrepublik Deutschland steckte zwar noch in den Kinderschuhen, doch nach und nach wurden alte Verbote und Vorschriften abgeschafft bzw. gelockert. Das Wichtigste für die Schützenvereine: es durfte wieder geschossen werden. Dies war der große Wiederbeginn für viele Schützenvereine, auch für den Schützenverein Grüppenbühren. 

An diesem denkwürdigen Tag versammelten sich zum Neubeginn und Wiederaufbau in Grüppenbühren folgende Vereinsmitglieder: Johannes Alfs, Heinrich Lüllmann, Hermann Oetken, Karl Linnemann, Heinrich Himmelskamp, Bernhard Auffarth, Karl-Heinz Auffarth, Heinrich Wieting, Heino Lüllmann, Dietrich Himmelskamp, Georg Heinken, Heinrich Scharf, Johann Ruge und Erich Rehberger. Aus diesen Reihen wurde Johannes Alfs wieder zum 1. Vorsitzenden, Dietrich Himmelskamp zum 2. Vorsitzenden und Heinrich Lüllmann zum Kassenwart gewählt.

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Die Vereinsgeschichte ist reich an zahlreichen Ereignissen, darunter die Gründung des Ganderkeseer Schützenbundes im Jahr 1910, die Einführung einer Damenabteilung 1974 oder der Bau mehrerer Schießstände. Beim Bundesschützenfest am 25. Mai 1952, welches in Grüppenbühren stattfand, stand die neue Anlage mit sieben Kleinkaliber- und vier Luftgewehr-Ständen bereit.

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Sichtbarstes Zeichen für den engen Zusammenhalt der Schützinnen und Schützen über Generationen ist die noch heute vorhandene Vereinsfahne. 1904 war sie geweiht worden, überstand beide Weltkriege. 1910 trat der Verein dem neu gegründeten Ganderkeseer Schützenbund bei, was ebenso die Bedeutung des Zusammenhalts unterstrich.

Den Anspruch, dass der Verein weiterhin offen für Neues sein, junge Menschen begeistern und die Zukunft aktiv gestalten will, machte der Vorsitzende bei der 125-Jahr-Feier 2025 noch einmal deutlich: „Wir schauen nach vorn!“ Auch weiterhin stehe der SV Grüppenbühren für Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement in der Gemeinschaft, so Oliver Luitjens. Dieter Freese


Geburt in harter Zeit

1900 waren 39 Schützen aktiv

Blicken wir doch noch einmal zurück - ganz auf den Anfang des Schützenvereins vor 126 Jahren und zitieren hier aus der Vereinchronik:

„Man schrieb das Jahr 1900, trotz der damaligen Wirren fanden sich Männer in dem am Rande des Has-Ortes bruchs gelegenem Grüppenbühren I. (Bookholzberg war damals noch Grüppenbühren II), um im Dorfkrug „Zur Linde“ eine Schützengruppe ins Leben zu rufen. Die Pflege des Schießsports, der Kameradschaft und der alten Tradition war der Leitgedanke der Männer, die auch Abwechslung neben ihrer harten, meist landwirtschaftlichen, täglichen Arbeit suchten.

Stellvertretend für die 39 aktiven Schützen, welche im Gründungsjahr dem Verein beitraten, sollten an dieser Stelle drei Namen genannt werden, die diesen Schützenverein aus der Taufe hoben: Heinrich Meyer wurde damals zum 1. Vorsitzenden gewählt und gleichzeitig - wie es zu der Zeit üblich war - zum Hauptmann ernannt. Heinrich Blankemeyer wurde zum Schriftführer gewählt und Heinrich Jungblut zum Kassierer.“ Chronik SVG


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