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Ein Trainerwechsel führte die Eintracht-Reserve in die Erfolgsspur

SV Atlas um (von links) Nico Poplawski, Dylan Burke, Daniel Hefele und Ibrahim Temin überrollte Eintracht Braunschweig II beim 3:0-Heimsieg der vorigen Saison. Foto: André Klattenhoff

SV Atlas Delmenhorst vor zwei Heimspielen gegen Eintracht Braunschweig U23 und TuS Bersenbrück: Nach Sieg gegen SV Meppen II auf Platz zwei der Oberliga

Zwei Begegnungen stehen für den Fußball-Oberligisten SV Atlas Delmenhorst 2025 noch auf dem Spielplan - beides Heimspiele. Am morgigen Samstag gegen die U23 von Eintracht Braunschweig und am 13. Dezember gegen den TuS Bersenbrück ertönt der Anpfiff im Düsternorter Stadion wegen der Lichtverhältnisse bereits um 13.30 Uhr statt wie ursprünglich geplant um 14 Uhr.

Mit einem Erfolgserlebnis gehen die Blau-Gelben morgen in das Spiel. Nach zwischenzeitlichem Abrutschen auf Platz sechs hat sich Atlas durch das 1:0 beim SV Meppen II in der engen Tabelle bei einem Punkt Rückstand zu Spitzenreiter Germania Egestorf/Langreder wieder auf Platz zwei vorgearbeitet.

Aber der morgige Gast aus der Löwenstadt ist schwer zu bespielen. Es ist immer eine kleine Überraschung, gegen U23-Teams zu spielen, da man nie weiß, ob und wie viele Akteure aus dem Profikader aushelfen. Außerdem befindet sich der morgige Gast aktuell im Aufwind.

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Insgesamt standen sich Delmenhorster und Braunschweiger Teams bislang 25mal gegenüber. Bei jeweils zehn Siegen und fünf Unentschieden gestaltet sich die Bilanz ausgeglichen. Die Heimbilanz aus Atlas-Sicht: 7-2-3. In der vorigen Spielzeit gelangen den Delmenhorstern zwei Siege - 3:0 im Heimspiel und 1:0 in Braunschweig.

War nach der Partie in Heeslingen angefressen: Atlas-Trainer Key Riebau (Mitte) im Mannschaftskreis. Foto: André Klattenhoff
War nach der Partie in Heeslingen angefressen: Atlas-Trainer Key Riebau (Mitte) im Mannschaftskreis. Foto: André Klattenhoff

Ein Rückblick: Riesenjubel herrschte am vorigen Freitag beim Atlas-Gastgeber Heeslingen. Im sechsten Anlauf ist es dem Team von Malte Bösch nämlich endlich gelungen, Atlas zu besiegen. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie setzten sich die Gastgeber verdient mit 3:2 gegen das Topteam der Liga durch.

Zwar gelang dem SVA in einer überlegen geführten ersten Halbzeit das 1:0 durch Dinand Gijesen, doch dann glich der Gastgeber durch Wolfgang Pesch (61.) aus und Darvin Stüve drehte das Ergebnis mit einem Doppelpack (66./67.) komplett. Lamine Diop gelang in der Nachspielzeit noch eine Ergebniskosmetik - per Elfmeter, der eigentlich keiner war.

Für Atlas war es die zweite Niederlage in Folge und die erste Pleite auf fremdem Geläuf, kassierte dabei auswärts in der laufenden Spielzeit erstmals mehr als einen Gegentreffer. Aus den ersten sieben Spielen hatte die Elf von Trainer Key Riebau 17 Punkte geholt, aus den folgenden sieben Partien nur zehn.

Im Nachholspiel beim SV Meppen II am Mittwoch hat Atlas die kleine Krise erst einmal abgewendet. Dank einer guten Defensivleistung entführte der SVA mit einem 1:0-Erfolg drei Punkte aus dem Emsland. In einem zähen, niveauarmen Spiel in der großen Arena des SVM verwandelte Steffen Rohwedder 64.) einen Foulelfmeter.

Seit 2024 tritt die U 23 von Eintracht Braunschweig wieder in der Oberliga Niedersachsen an. Im Anschluss an den Aufstieg an Bord als Chefcoach: Fabian Adelmann, der 2018/19 als CoTrainer des 1. FC Nürnberg bereits in der Bundesliga auf der Bank saß und der den Löwen-Nachwuchs vergangene Saison zum Klassenerhalt führte. Doch nach dem 1:3 gegen Hildesheim wurde der 33-jährige Inhaber der Pro-Lizenz beim Braunschweiger Zweitliga-Unterbau - aktuell ebenfalls Schlusslicht seinen Trainerposten los. Vorausgegangen war ein Saisonstart mit nur vier Punkten aus elf Spielen, der dem Braunschweiger Unterbau die Rote Laterne bescherte.

Auf den unbefriedigenden sportlichen Ist-Zustand ging auch Sportkoordinator Dennis Kruppke in seiner Begründung im Namen des Vereins ein. „Nach der achten Saisonniederlage am vergangenen mussten wir Gedanken machen“, uns wurde er im „Kicker“ zitiert.

Vereins-Ikone Kruppke, zwischen Januar 2008 und 2015 in über 200 Pflichtspielen für die Eintracht auf dem Platz, geht aktuell mit seinen Mitstreitern auf Trainersuche und legt die U 23 bis dahin in die Hände einer weiteren Vereinslegende: Ken Reichel-sogar über 300-mal für Braunschweig aktiv - wird gemeinsam mit NLZ-Leiter Armin Causevic die Mannschaft in der nächsten Zeit betreuen.

Der Trainerwechsel führte Eintrachts U23 in die Erfolgspur: Nach der Trainerentlassung punktet das Team dann in Rehden (4:2), gegen Wolfenbüttel (5:2) und bei Lupo Martini Wolfsburg (1:1) kräftig und gab die „rote Laterne“ ab. Zuletzt gab es eine knappe 1:2-Niederlage in Spelle und ein glattes 2:0 gegen den Lüneburger SK. Damit verließ die Eintracht-Reserve die Abstiegsplätze. Bester Torschütze ist der 19-jährige und beim Hamburger SV ausgebildete Amer Buljubasic, der beim Erfolg über Wolfenbüttel mit einem Viererpack auf sich aufmerksam machte.

Dieter Freese

So geht's weiter

Sa., 13. 12., 13:30: Atlas - TuS Bersenbrück
Sa., 21. 2., 15 Uhr: MTV Wolfenbüttel - Atlas.
Sa., 28. 2., 15 Uhr: Atlas - Lupo Martini Wolfsburg.
So., 8. 3., 15 Uhr: SC Spelle-Venhaus - Atlas.
Sa., 14. 3., 15 Uhr: Atlas - Lüneburger SK.
Sa., 21. 3., 14 Uhr: BSV Rehden - SV Atlas.
So., 29. 3., 15 Uhr: TuS Bersenbrück - Atlas.
Sa., 11. 4., 15 Uhr: Atlas - FC Verden 04.
Sa., 18.4., 15:00: TSV Wetschen - SV Atlas.
Sa., 25.4., 15:00: Atlas - SV Meppen II. 


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