Zum zweiten Oberligaspiel im Delmenhorster Stadion, das durch das neue Flutlicht erleuchtet wird, empfangen die Fußballer des SV Atlas am morgigen Freitag den SV Meppen II zum viertletzten Spiel der Saison, an dessen Ende hoffentlich die Rückkehr in die Regionalliga steht. Um 20 Uhr wird Schiedsrichter Bastian Grimmelmann vom TSV Etelsen die Partie gegen den Tabellenvierten aus dem Emsland anpfeifen.

Bei der Einweihung des Flutlichts lieferte die Mannschaft von Trainer Key Ribau mit dem 4:0 gegen den TuS Bersenbrück eine dem Anlass angepasste Glanzleistung ab. Nachdem das Licht in der Halbzeit erstmals in der fast 100-jährigen Geschichte des städtischen Stadions durch die prominente Gruppe um Oberbürgermeisterin Petra Gerlach am symbolischen Buzzer angeschaltet worden war, schien es so, als hätte das neue Flutlicht den Atlas-Fußballern frische Energie gegeben. Die 1:0-Führung durch Marlo Siech kurz vor der Pause bauten Stefan Rowedder (48.), Tobias Fagerström (86.) und Winterzugang Christofer David (90+3) zum 4:0-Endstand aus. Der Sieg gegen Bersenbrück vor 1450 Zuschauern war der fünfte Dreier in Folge für den SV Atlas und zudem der dritte Heimsieg in Serie, nachdem die Blau-Gelben lange Zeit Probleme im heimischen Stadion gehabt hatten. Seit 451 Minuten (ohne Nachspielzeit) waren die Delmenhorster beim Schlusspfiff da bereits ohne Gegentor.
Ein Gegentor gab es dann erst wieder am vorigen Samstag beim 4:1-Erfolg beim TSV Wetschen, als Justus Treseler beim klaren Erfolg der Delmenhorster zum zwischenzeitlichen 1:3 (68.) verkürzte. Es war der erste Delmenhorster Gegentreffer seit 519 Minuten und nach vorher fünf Spielen ohne Gegentor.
Bei echter Dorfplatzatmosphäre vor 250 Zuschauern verteidigte die Riebau-Elf beim Gastgeber, der dem SVA im Hinspiel noch ein 3:3 abgetrotzt hatte, die Tabellenführung souverän. Die frühe Führung in der 3. Minute durch Doppelpacker Tobias Fagerström, der auch für das 2:0 (31.) verantwortlich zeichnete, ebnete schnell den Weg zum zehnten Auswärts-Dreier. Es waren die Saisontore zehn und elf für den finnischen Goalgetter. Lucas Bauer in der 66. und Nico Poplawski mit seinem zehnten Saisontor in der 83. Minute trafen außerdem für den Gast. Die Aufsteiger aus dem Kreis Diepholz mit seiner eingeschworenen Truppe, die größtenteils schon seit der Jugend zusammenspielt, wehrte sich zwar kräftig, das Team von Trainer Björn Wnuck hatte dem Spitzenreiter am Ende aber nicht genug entgegenzusetzen. Auch weil Alejo Sanchez zusammen mit seinen Defensivkollegen den Toptorjäger der Oberliga, Moritz Raskopp (17 Saisontore), abmeldete.
Ein weiterer Schritt in Richtung Regionalliga war also getan. Der Heeslinger SC bleibt Tabellenführer Atlas nach einem ebenfalls deutlichen 3:0-Erfolg gegen den BSV Rehden am Freitag aber auf den Fersen. Sechs Punkte beträgt aktuell der Vorsprung des SVA, der HSC hat aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.
Der morgige Gast des SV Atlas darf nicht unterschätzt werden, rangiert bei elf Siegen, acht Unentschieden und sieben Niederlagen mit insgesamt 41 Punkten auf Platz vier der Tabelle. Auch die Auswärtsbilanz kann sich sehen lassen.
Fünf Siegen stehen jeweils vier Remis und Niederlagen gegenüber. Das bedeutet Platz fünf in der Auswärtstabelle. Die Stärke der Emsländer auf fremdem Rasen hat Atlas auch schon zweimal zu spüren bekommen. Im Aufstiegsjahr der Meppener unterlagen die Blau-Gelben als Gastgeber 1:3 und mussten im Folgejahr in Düsternort ein 0:2 quittieren. Auswärts hielt sich Atlas in diesen Spielzeiten aber mit 3:2 und 2:0 schadlos. So auch am 3. Dezember 2025, als vor 450 Zuschauern in der Hänsch-Arena mit einem 1:0-Erfolg eine kleine Formkrise beendet wurde. Die Arena in Meppen blieb also ein gutes Pflaster für die Delmenhorster. Vor allem für Torjäger Steffen Rohwedder, der in allen bisherigen drei Partien bei der SVM-Reserve getroffen hat. Am 3. Dezember verwandelte er einen Foulelfmeter zum Tor des Tages (64.), nachdem Marlo Siech gefoult worden war.
Keine Gästefans zugelassen: Weil es wegen der baulichen Situation im Stadion noch keinen abgetrennten Gästebereich gibt und sich der Anhängerschaft beider Vereine nicht wohlgesonnen sind, sind morgen keine Gästefans zugelassen.
Die restlichen Spiele
Sa., 3. 5., 15 Uhr: Germ. Egestorf-Langreder - Atlas.
Sa., 9. 5., 15 Uhr: Atlas - SV Holthausen-Biene.
So., 17. 5., 15 Uhr: SV Wilhelmshaven – Atlas
Dieter Freese