Am morgigen Samstag um 14 Uhr treffen in der Baustelle Stadion Düsternort zum Auftakt der Rückrunde der SV Atlas Delmenhorst und VfV Hildesheim aufeinander. Kaum ein anderes Spiel beinhaltet soviel Tradition wie das Aufeinandertreffen dieser beiden Erzrivalen. Insgesamt zum 32. Mal kreuzen beide Teams die Säbel.
Es ist das zweite Top-Heimspiel der Blau-Gelben in Folge und Wiedergutmachung ist angesagt. Vor einer Woche musste sich der SVA nämlich dem SV Wilhelmshaven in einem hitzigen„Regenduell“ geschlagen geben. Nach einer enttäuschenden Leistung bei einer ohnehin ausbaufähigen Heimbilanz musste der Gastgeber trotz früher Führung durch ein Eigentor von Nicolas Fenski (5.) ein verdientes 1:2 quittieren. Nach dem Ausgleich durch Conor Jonathan Gnerlich (61.), besiegelte ein Eigentor von Kilian Sanden bereits zwei Minuten später die Pleite. Wilhelmshaven hatte gegen Atlas zum – ersten Mal seit 1998 gewonnen. Wie wenig von den Delmenhorstern kam, drückt der · Kommentar von Atlas-Trainer Key Riebau aus:„Das hat – mit erstem oder zweitem · Platz nichts zu tun. Ich bin immer noch sehr geladen.“ Da das Spiel der Hildesheimer beim Lüneburger SK – ausgefallen ist, bleibt der VfV in der Tabelle punkt- gleich hinter Atlas. Neuer Spitzenreiter ist Germania nach – Egestorf-Langreder – einem überzeugenden 5:1 · beim FC Verden 04. Germania führt die Tabelle mit – einem Punkt Vorsprung vor – Atlas, Hildesheim und TuS ; Bersenbrück (alle 27 Punkte) an.
In Erinnerung ist noch der i erste Sonntag im August. Es dabei war ein packender Pokalfight zwischen Atlas und dem VfV Hildesheim. Beide Teams hatten starke Phasen, und letztlich entschied das Elfmeterschießen. Wurde ein Atlas-Youngster am 3. August zum Pechvogel. Timon Widiker war der große Pechvogel: Er verschoss den entscheidenden Elfmeter im Niederachsenpokal-Achtelfinale, und Titelverteidiger SV Atlas schied durch ein 6:7 (1:1/1:1) aus.
Eine Woche nach dem Aus im Niedersachsenpokal gelang den Delmenhorstern zum Oberligaauftakt die eindrucksvolle Revanche, zeigte der SV Atlas vor 735 Zuschauern in Hildesheim eine grandiose Leistung. Beim 5:1-Kantersieg trafen: Lamine Diop (2), Nico Poplawski, Dylan Burk und Sven Lameyer.
In der Saison 2024/25 gelang dem SVA im November 2024 ein 1:0-Sieg in Hildesheim durch den Treffer von Steffen Rohwedder in der 42. Minute. In Düsternort mussten sich die Blau-Gelben im Mai dieses Jahres mit einem 2:2 begnügen. Nach der „Blitzführung“ durch Steffen Rohwedder in der 1. Minute geriet der SVA mit 2:1 in Rückstand. Lamin Diop sicherte dann durch den späten Ausgleichstreffer in der 86. Minute doch noch einen Punkt.
31 Duelle der beiden Teams

Insgesamt trafen Atlas und – der VfV bislang 31-mal aufeinander. Dabei gelangen Atlas e 13 Siege, trennte man sich, bei elf Niederlagen siebenmal i unentschieden. Die Heimbilanz des SVA liest sich 10-2-3.
Der VfV Borussia 06 Hildesheim entstand am 1. Juli 2003 durch Fusion der Fußballabteilung des VfV Hildesheim mit dem Sportverein Borussia Hildesheim. 2015 wurden die Hildes Vizemeister der heimer Oberliga Niedersachsen hinter der SV Drochtersen/Assel und qualifizierten sich somit für die Relegationsspiele zur Regionalliga Nord.
Das erste Spiel der Aufstiegsrunde verlor der VfV 06 beim Bremer SV mit 1:2. Die Domstadtelf war jedoch eine Woche später im Heimspiel gegen den TSV Schilksee mit 3:2 erfolgreich, entschied die Relegationsrunde für sich und stieg in die Regionalliga Nord auf. Somit war der VfV nach elf Jahren wieder viertklassig. Während in der ersten Regionalligasaison die L Klasse noch gehalten werden konnte, spielte der VfV in der Saison 2016/17 unter dem neuen Trainer Mario Block wieder gegen den Abstieg. Fünf Spiele vor Saisonende wurde Block entlassen. Jürgen Stoffregen kehrte für die verbleibenden Partien zurück. Am letzten Spieltag sicherte sich der VfV durch ein 1:1 gegen St. Pauli II bei einem gleichzeitigen Sieg von Werder Bremen II gegen den VfR Aalen in der 3. Liga den Klassenerhalt.
Für die Saison 2017/18 wurde Jörg Goslar als Trainer verpflichtet, während der Saison aber wieder entlassen und Thomas Siegel als Trainer angestellt, der jedoch den Abstieg in die Oberliga auch nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2024 besiegte Hildesheim den Oberligakonkurrenten SV Atlas im Finale Niedersachsenpokals des mit 2:0. Damit trat der Verein erstmals seit der Fusion und seit der Teilnahme des Vorgängervereins VfV Hildesheim vor 47 Jahren wieder im DFB-Pokal an, wo er mit 0:7 in der 1. Runde gegen die SV 07 Elversberg ausschied.