Innentüren helfen nicht nur, gesundes Raumklima zu schaffen und Heizenergie zu sparen - sie sind viel mehr als ein funktionales Bauteil. Schon aufgrund ihrer großen Fläche prägen sie wesentlich das Raumambiente. Das Naturmaterial Holz steht dabei an erster Stelle, kann aber je nach Ausführung ganz unterschiedlich wirken. Neutrale Farben, Grautöne oder natürliche Holzoptiken vermitteln eine gewisse Bodenständigkeit, starke farbliche Kontraste setzen architektonische Akzente.
Stets im Trend liegen klassische Weißlacktüren. Sie passen zu nahezu jedem Einrichtungsstil und sorgen für optisch hellere Räume. Zugleich wächst die Nachfrage nach sichtbarer Natürlichkeit. Furniere bringen die charakteristischen Farbtöne und die Maserung des Holzes zur Geltung. Hierbei kommen oft dekorative Holzarten wie Olivenholz, Zebrano oder Vogelaugenahorn zum Einsatz. Für stark beanspruchte Bereiche empfehlen sich hingegen folienbeschichtete Laminatoberflächen. Tipp: Glasausschnitte oder reine Glastüren lenken zusätzliches Tageslicht in dunkle Bereiche wie den Flur.
Ein stimmiges Gesamtbild entsteht am Ende durch die Details. Türknauf, Klinke und Beschläge sollten stilistisch nicht nur zur Tür, sondern auch zum Mobiliar und im Idealfall zu den Armaturen beispielsweise im Bad oder in der Küche passen. Neben dem Außendesign spielt aber auch das Innenleben der Türen eine wichtige Rolle: Davon hängen unter anderem Stabilität, Wärmedämmung und Schallschutz ab. Für Wohnräume bieten sich Röhrenspan- oder Röhrenspanstreifen-Einlagen an, die eine gute Balance aus Stabilität, moderatem Gewicht und Isolation gewährleisten. Wabeneinlagen aus imprägnierter Pappe sind hingegen sehr leicht und eignen sich vor allem für selten genutzte Räume.
Wenn ein Austausch alter Türen ansteht, empfiehlt es sich, ein genaues Aufmaß vorzunehmen und zu prüfen, ob vorhandene Zargen erhalten bleiben können.
Weitere Tipps finden sich etwa unter www.holzvomfach.de , Unterstützung bei der Türauswahl bietet zudem der Fachhandel vor Ort. djd
Wenn der Termin zum Einzug ins Wasser fällt
Der Bau des Eigenheims läuft, die Mietwohnung ist gekündigt, der Umzug organisiert und vielleicht sogar schon die neue Küche bestellt. Doch was passiert, wenn sich die Fertigstellung des Hauses um Wochen oder Monate verschiebt? Beim Hausbau kann eine unklare oder zu knapp kalkulierte Zeitschiene schnell zum finanziellen und organisatorischen Problem werden. Deshalb sollte der gesamte Bauablauf von Anfang an realistisch geplant werden vom Baubeginn über die einzelnen Gewerke bis zur Bezugsfertigkeit. Das Gesetz verlangt bei Verbraucherbauverträgen verbindliche Angaben zum Fertigstellungszeitpunkt oder zur Dauer der Bauausführung. Da unklare Formulierungen für Bauherren erhebliche Risiken bergen können, empfiehlt es sich, den Bauvertrag vor der Unterschrift unabhängig prüfen zu lassen, etwa von einem Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB). Unter www.bsbev.de gibt es dazu weitere Infos und praktische Hilfen.