Auf dem Weg zum großen muss Traum Fußball-Oberligist SV Atlas Delmenhorst am morgigen Samstag auswärts antreten. Um 18 Uhr um das NFV-Landespokalfinale wartet in den Waldsportstätten Gastgeber BSV Rehden auf das Team von Trainer Key Riebau. Dort wird ermittelt, wer in der kommenden Saison in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals antreten darf. Die Begegnung wird im Livestream auf dem Youtube-Kanal des NFV zu sehen sein.

Der 24. Mai ist gleichzeitig der Finaltag der Amateure, an dem die Endspiele der Landesverbände live in der ARD zu sehen sind. In Niedersachsen ist in diesem Jahr allerdings der Strang 3. Liga/Regionalliga Nord an der Reihe, sodass dort die Partie zwischen dem VfL Osnabrück und BW Lohne gezeigt wird. Atlas und Rehden spielen im Strang der Oberligisten und Bezirkspokalsieger.
Die Oberligasaison beendete der SV Atlas trotz eines 4:2 im letzten Saisonspiel beim SV Wilhelmshaven auf Platz drei, verpasste damit den Aufstiegs-Relegationsplatz, weil Schöningen 3:0 bei Arminia Hannover gewann und Zweiter wurde. Rehden beendete die Spielzeit auf Rang neun. Die 700 Zuschauer am 3. August 2024 beim 5:1-Heimsieg über Rehden waren lange Saisonrekord.
Dieser Rekord wurde beim Halbfinale des NFV-Pokals, das der SVA am Ostermontag durch einen von Tom Trebin verwandelten Elfmeter in der 91. Minute mit 2:1 gewann, deutlich gebrochen. Die beeindruckenden Kulisse von 2020 Zuschauern bildete den würdigen Rahmen für das Pokal-Spektakel.
Der wichtige Sieg gegen Bersenbrück war etwas glücklich, letztlich wurden die Delmenhorster aber für eine bemerkenswerte Energieleistung belohnt. Erst am Donnerstag davor hatten sie ein kraftraubendes Oberliga-Topspiel beim HSC Hannover bestritten (2:2), während der Gegner zehn Tage Zeit hatte, um sich auf das Halbfinale vorzubereiten.
Nach dem 0:0 zur Pause begann die zweite Halbzeit optimal für Atlas. Nach einer Ecke von Linus Urban köpfte Steffen Rohwedder aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (49.). Ein Ball in die Tiefe überrumpelte die Delmenhorster acht Minuten später: Markus Lührmann legte ab für Saikouba Manneh, der zum 1:1 einschob. Die Gäste wirkten in der Schlussphase fitter, doch dann erlöste Tom Trebin die Hausherren.
Dieter Freese