Die Anzahl der Menschen mit Sprachstörungen hat in Deutschland deutlich zugenommen. Besonders die demografische Entwicklung vergrößert den Therapiebedarf. Denn altersbedingte Erkrankungen – zum Beispiel nach einem Schlaganfall – nehmen zu und führen zu Sprach- und Sprechbeeinträchtigen. Aber auch Kommunikationsstörungen bei Kindern im Vorschul- und Schulalter treten vermehrt auf und bedürfen der professionellen Hilfe von Logopäden. Anderen helfen sie dabei, nach einem Schlaganfall das fehlerfreie Sprechen neu zu lernen. Gearbeitet wird mit Atemübungen, motorischen Techniken und Bewegungstherapien für die Gesichtsregion.
Dafür brauchen Logopäden ein umfassendes medizinisches, psychologisches und pädagogisches Wissen, das sie sich in einer dreijährigen Ausbildung aneignen. Die Berufsfachschulen sind in der Regel an eine Klinik angebunden, es gibt aber auch kostenpflichtige Ausbildungsangebote privater Träger. „Nach dem Examen finden Logopäden in der Regel sofort eine Anstellung“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad, „unter anderem in Gesundheitsämtern, kommunalen Beratungsstellen, in Kliniken und Rehabilitationszentren“. txn