Wer krumm im Auto kauert, schadet auf Dauer nicht nur seinem Rücken. Eine falsche Sitzhaltung erhöht auch das Risiko, sich bei einem Unfall schwer zu verletzen. So geht es richtig.
Einsteigen, ans Lenkrad setzen und losfahren: Kann man beim Sitzen im Auto überhaupt etwas falsch machen? Durchaus, denn bei ungünstiger Haltung leidet der Rücken- und im schlimmsten Fall bringt man sich bei einem Unfall in erhöhte Gefahr.
In modernen Autos kann man den Sitz glücklicherweise an die individuelle Körpergröße anpassen, indem man Höhe, Neigung, Kopfteil und Nähe zum Lenkrad verstellt. Auch das Lenkrad selbst lässt sich justieren. Wie die optimale Sitzposition aussieht, erklärt der ADAC in einer Mitteilung:
Beine und Arme nicht komplett durchgestreckt
Der Abstand nach vorn sollte so eingestellt sein, dass die Beine beim Treten der Pedale nicht komplett durchgestreckt sind. Stattdessen sind die Knie leicht gebeugt und zwischen Kniekehle und Vorderkante des Sitzes sollten noch ein paar Zentimeter Platz sein.
Auch die Arme sollten locker angewinkelt sein, das Lenkrad idealerweise auf neun und drei Uhr gegriffen werden. Zwischen Oberkörper und Lenkrad-Airbag liegen am besten 25 bis 30 Zentimeter.
Mit dem Gesäß sollten Sie sich nah an der Rückenlehne platzieren und den Rücken anlehnen - der wird ihnen die aufrechte Sitzposition gerade bei längeren Fahrten danken. Gleichzeitig ist Ihr Kopf so automatisch näher an der Kopfstütze, was im Falle eines plötzlichen Aufpralls Ihre Sicherheit erhöht. Die Oberkante der Kopfstütze sollte etwa so hoch sein wie die Oberkante des Kopfes.
Beim Fahren sollte man nicht nur die Straße, sondern auch das Armaturenbrett gut im Blick haben. Dafür sollte der Sitz hoch genug und das Lenkrad nicht zu hoch eingestellt sein. Die Augen sind am besten auf etwa halber Höhe der Frontscheibe. Weitere hilfreiche Tipps gibt es von der Werkstatt.
dpa
Autos sind wieder öfter in der Werkstatt
Deutschlands Autos waren zuletzt wieder häufiger in der Werkstatt. Rein rechnerisch fielen im vergangenen Jahr 0,41 Reparaturen pro Fahrzeug an, wie die Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) ermittelt hat. Im Vorjahr lag der Wert mit 0,39 auf einem historischen Tiefststand.
Reparaturkosten im Schnitt 184 Euro pro Pkw
Die Reparaturkosten beliefen sich 2024 im Schnitt auf 184 Euro pro zugelassenem Pkw. Während die Rechnung bei unter-3-jährigen Autos mit 61 Euro gering ausfiel, waren über sechs Jahre alte Autos mit 226 Euro deutlich teurer. Berücksichtigt man nur die Gruppe der Pkw, die tatsächlich in der Werkstatt waren rund ein Drittel des Bestandsergeben sich über alle Altersklassen Durchschnittskosten von 600 Euro.
Gut ein Drittel der Arbeiten wurde von einer Vertragswerkstatt durchgeführt, in 57 Prozent wurde eine freie Werkstatt beauftragt. Selbst Hand legten 8 Prozent der Halter an.
eb