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HU: Das Abblendlicht und die Bremsen fallen am häufigsten auf

TÜV-Prüfer bei der Arbeit. Foto: TÜV Rheinland via Autoren-Union Mobilität

Professioneller Checkup in einer Fachwerkstatt wird dringend empfohlen

Ausgefallenes Abblendlicht, verschlissene Bremsscheiben oder gebrochene Federn: Das sind einige der häufigsten Mängel, die von den TÜV-Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung (HU) beanstandet werden. Eine aktuelle Sonderauswertung des „TÜV-Report 2026“ zeigt, wo die Schwachstellen vieler Pkw liegen. Dafür wurden rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen vertieft ausgewertet.

In der Sonderauswertung werden „erhebliche“ und „gefährliche Mängel“ betrachtet. Fahrzeuge mit entsprechenden Mängeln erhalten keine Plakette, müssen umgehend repariert und innerhalb von vier Wochen erneut bei der Prüfstelle vorgeführt werden. Das war im Berichtszeitraum des TÜV-Reports 2026 bei 21,5 Prozent der untersuchten Fahrzeuge der Fall.

Die mit Abstand meisten Mängel betreffen das Abblendlicht. Häufig funktionieren Scheinwerfer gar nicht oder sie sind falsch eingestellt. Die weiteren drei häufigsten Mängel betreffen die Bremsanlage. „Verschlissene, riefige oder stark korrodierte Bremsscheiben sind häufig der Grund für einen erheblichen Mangel bei der HU. Technischer „Gegenpol“ der Scheiben sind die Bremsbeläge. Diese können unter anderem gebrochen, lose oder verölt sein. Auch eine unsachgemäße Montage oder eine falsche Größe führen zum Nichtbestehen des HU. Besonders gefährlich sind undichte, beschädigte oder stark korrodierte Bremsleitungen. „Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen kann“, warnt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. Warnzeichen wie Geräusche, Ruckeln oder seitlicher Zug beim Bremsen sollten daher ernst genommen werden. Bei längerer Standzeit und hoher Feuchtigkeit können die Bremsscheiben „Flugrost“ ansetzen – das ist völlig normal. Er lässt sich einfach durch regelmäßiges kräftiges Bremsen entfernen.

Unternehmen aus der Region

Ab fünfter Stelle der Mengelliste liegen gebrochene, verschlissene oder falsch montierte Federn und defekte Schwingungsdämpfer. Das Beeinträchtigt das Fahrverhalten vor allem in Kurven und verlängert den Bremsweg. Worstcase ist ein Federbruch während der Fahrt, der das Fahrzeug sofort manövrierunfähig macht. Vibrationen am Lenkrad, unpräzises Fahrverhalten oder ein starkes Absenken des Fahrzeugs beim Bremsen sind Hinweise auf entsprechende Mängel. Auch deutliche Ölspuren an den Dämpfern oder vorzeitig abgenutzte Reifen deuten auf Probleme bei diesen Bauteilen hin.

Unternehmen aus der Region

Häufiger Kritikpunkt der Prüfer sind auch die Reifen (Platz sechs). Zu den Beanstandungen gehören Beulen, Alterungsrisse, Beschädigungen durch Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe. Nicht selten fahren Fahrzeugbesitzer auch mit unzulässigen Reifengrößen oder einer Mischbereifung vor.

Dahinter folgen in der Mängelstatistik defekte Blinker, undichte Motoren und beschädigte Schweller. „Fahrzeughalter sollten sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres Fahrzeugs verschaffen“, empfiehlt Frank Schneider grundsätzlich. „Je älter das Fahrzeug ist und je mehr Bauteile auffällig sind, desto sinnvoller ist ein professioneller Checkup in einer Fachwerkstatt.“


Sicher unterwegs in die warme Jahreszeit

Werkstätten bieten Überprüfung an

Mit den ersten warmen Tagen steigt die Lust auf Ausflüge, Wochenendtrips und spontane Fahrten ins Grüne. Doch bevor es losgeht, sollte das Fahrzeug fit für Frühjahr und Sommer gemacht werden. Ein gründlicher Check sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern kann auch teure Folgeschäden vermeiden.

Reifen, Bremsen, Beleuchtung

Nach dem Winter haben besonders Reifen und Bremsen einiges hinter sich. Spätestens wenn die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad liegen, ist der Wechsel auf Sommerreifen sinnvoll. Sie bieten bei warmen Bedingungen besseren Grip und verkürzen den Bremsweg. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf Profiltiefe und Reifendruck – letzterer beeinflusst nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Kraftstoffverbrauch.

Streusalz und Feuchtigkeit setzen zudem Bremsen und Beleuchtung zu. Funktionieren alle Lichter einwandfrei? Sind Bremsscheiben oder -beläge stark abgenutzt? Ein kurzer Werkstattbesuch bringt Klarheit.

Batterie und Klimaanlage nicht vergessen

Kalte Temperaturen beanspruchen die Autobatterie stark. Startprobleme treten häufig erst im Frühjahr auf. Ein Batterietest schafft Sicherheit. Ebenso wichtig: die Klimaanlage. Sie sollte regelmäßig gewartet werden, damit sie zuverlässig kühlt und keine unangenehmen Gerüche entstehen.

Sauber in die neue Saison

Eine gründliche Fahrzeugwäsche – inklusive Unterboden – entfernt Salzreste und schützt vor Korrosion. Wer seinem Auto zusätzlich eine Lackpflege gönnt, sorgt nicht nur für Glanz, sondern auch für Werterhalt.

Ein Frühjahrscheck ist keine große Investition, aber ein entscheidender Beitrag zu Sicherheit, Komfort und Langlebigkeit des Fahrzeugs.
akz-o


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