Zum letzten Saisonspiel des Jahres reist ein besonders attraktiver Gegner zum Topspiel an. Am morgigen Samstag messen sich im Düsternorter Stadion im Oberliga-Nachholspiel der Gastgeber SV Atlas Delmenhorst und der TuS Bersenbrück. In Oberligaspielen gewann der SVA zuletzt am 26. August 2018 gegen diesen Gegner - mit 2:1 auf eigenem Rasen. Nach dem Regionalligaabstieg 2023 gab es in den folgenden zwei gemeinsamen Oberligaspielzeiten zwei Unentschieden in Delmenhorst und zwei Heimsiege des TuS.
Anders sieht die Pokalbilanz aus. 2019 gewann Atlas das Niedersachsenpokal-Finale mit 3:2 und durfte danach im DFB-Pokal gegen Werder Bremen ran. Am Ostermontag dieses Jahres triumphierten die Blau-Gelben im Heimspiel des Landespokal-Halbfinales mit 2:1. Tom Trebin markierte in der Nachspielzeit per Elfmeter den Siegtreffer. Vorher hatte Steffen Rohwedder das 1:0 erzielt (49.) und Manneh (57.) für den TuS ausgeglichen.
Das Delmenhorster Team von Trainer Key Riebau hat morgen ein ganz dickes Brett zu bohren. Bersenbrück hat nach dem 2:5 in Spelle am 21. September kein Oberligaspiel mehr verloren. Sechs Siege darunter das beeindruckende 4:1 beim aktuellen Spitzenreiter Germania Egestorf-Langreder - und drei Remis stehen seitdem auf dem Konto des Teams von Trainer Andy Steinmann.
Am vorigen Samstag setzten sich die Bersenbrücker locker mit 3:0 gegen den Heeslinger SC durch. Atlas hingegen beklagt gegen die U23 von Eintracht Braunschweig das vierte Remis der Saison auf eigenem Platz. Nach der 1:0-Führung durch Tobias Fagerström (34.) musste der Gastgeber der "englischen Woche“ Tribut zollen, baute in der zweiten Halbzeit zunehmend ab und kassierte in der 77. Minute durch Ricardo Wagner den Ausgleich.
In der Tabelle geht es unglaublich eng zu: Hinter Spitzenreiter Egestorf-Langreder (32 Punkte) weisen drei Teams 31 Zähler auf - dazu zählen auch der zweitplatzierte Atlas und Bersenbrück auf Rang drei.
Die erste Fußballmannschaft des TuS Bersenbrück qualifizierte sich zweimal für den DFB-Pokal und spielt seit 2016 in der Oberliga Niedersachsen.
Bis weit in die 1960er Jahre spielte der TuS lediglich auf Kreisebene. 1966 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse, wo sich die Mannschaft vier Jahre lang hielt. Ein 0:6 gegen den VfL Lintorf im Entscheidungsspiel gegen den Abstieg besiegelte seinerzeit die Rückkehr in die Kreisliga. Es dauerte bis 1977 ehe die Bersenbrücker erneut in die Bezirksklasse aufstiegen. Zwei Jahre später folgte als Meister der Aufstieg in die Bezirksliga.
1989 gelang der Durchmarsch in die Bezirksoberliga Weser/Ems. Dort wurde der TuS unter Trainer Klaus Berger auf Anhieb Vizemeister hinter Olympia Laxten. Gleichzeitig gewann die Mannschaft durch ein 3:2 im Elfmeterschießen gegen die Sportfreunde Ricklingen den Niedersachsenpokal. Wenige Tage später folgte die Aufstiegsrunde zur Landesliga.
Durch den Sieg im Niedersachsenpokal qualifizierte sich der TuS für den DFB-Pokal, wo die Mannschaft in der ersten Runde auf Hannover 96 traf. Die Hannoveraner gewannen vor 3500 Zuschauern mit 4:0. 1994 gelang der Aufstieg in die Niedersachsenliga West.
Drei Abstiege in Folge führten die Bersenbrücker 2005 in die Bezirksklasse. 2015 wurde der TuS Meister der Bezirksliga und stieg in die Landesliga auf. In der folgenden Saison 2015/16 wurden die Bersenbrücker erneut Meister und kletterten in die Oberliga Niedersachsen.
In der Oberligasaison 2017/18 spielte der TuS erneut um die Meisterschaft mit, verzichtet aber auf eine Regionalligalizenz.
2019 erreichten die Bersenbrücker das Endspiel um den Niedersachsenpokal der Amateure. Dieses wurde gegen den Ligarivalen SV Atlas Delmenhorst mit 2:3 verloren.

Die Saison 2022/23 beendeten die Bersenbrücker auf Platz vier. Darüber hinaus gewann die Mannschaft den Niedersachsenpokal der Amateure 2023 durch einen 3:0-Finalsieg gegen den SC Spelle-Venhaus. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2023/24 unterlag man Borussia Mönchengladbach vor 15 741 Zuschauern an der Bremer Brücke in Osnabrück mit 0:7.
In der Oberliga-Saison 2023/24 wurde die Mannschaft aus dem Landkreis Osnabrück Vizemeister hinter Kickers Emden, scheiterte aber in der Relegation nach Hin- und Rückspiel an Weiche Flensburg.
Dieter Freese
So geht's weiter
Sa., 21. 2., 15 Uhr: MTV Wolfenbüttel - Atlas.
Sa., 28. 2., 15 Uhr: Atlas - Lupo Martini Wolfsburg.
So., 8. 3., 15 Uhr: SC Spelle-Venhaus - Atlas.
Sa., 14. 3., 15 Uhr: Atlas - Lüneburger SK.
Sa., 21.3., 14 Uhr: BSV Rehden - SV Atlas.
So., 29. 3., 15 Uhr: TuS Bersenbrück - Atlas.
Sa., 11. 4., 15 Uhr: Atlas - FC Verden 04.
Sa., 18.4., 15:00: TSV Wetschen - SV Atlas.
Sa., 25.4., 15:00: Atlas - SV Meppen II.
So, 3. 5., 15:00: Germania Egestorf-Langreder - Atlas