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Ratgeber: Pannenfrei durch den Sommer

Das Auto sollte regelmäßig überprüft werden. Foto: GTÜ via Autoren-Union Mobilität

Die 12-Volt-Starterbatterie ist das ganze Jahr über die Hauptpannenursache

Der Sommer sorgt nicht nur für gute Laune: Die Hitze kann der Autotechnik zusetzen. Zwar zeigen aktuelle Statistiken, dass auch bei heißem Wetter die Zahl der Pkw-Pannen nicht signifikant über dem Jahresdurchschnitt liegt, dennoch lohnt es sich, auf einige Dinge zu achten.

Die 12-Volt-Starterbatterie ist das ganze Jahr über die Hauptpannenursache. In der aktuellen ADAC-Statistik für 2025 löste sie mehr als 45 Prozent aller Hilferufe aus. Im Sommer kann die Batterie unter anderem durch Verbraucher wie Klimaanlage und Lüftung besonders stark beansprucht werden. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) rät deshalb, die Spannung im Blick zu behalten. Im Ruhezustand sollte sie zwischen 12,4 und 12,7 Volt betragen. Zeigt das Auto den Wert nicht im Cockpit an, kann er mit einem Multimeter gemessen werden. Achtung: Nicht nur bei Verbrennern braucht die 12-Volt-Batterie Aufmerksamkeit, sondern auch bei Elektroautos, denn sie versorgt auch hier das Bordnetz.

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Hitze kann sowohl dem Motor als auch den Insassen eines Autos zusetzen. Daher sollte man die zuverlässige Funktion sowohl des Motorkühlsystems als auch der Klimaanlage im Blick haben. Die GTÜ rät, den Kühlmittelstand möglichst vor Beginn der warmen Jahreszeit zu prüfen und die Klimaanlage reinigen und inspizieren zu lassen.

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Die Klimatisierung sollte unterwegs behutsam angepasst werden. Innenraumtemperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius gelten als optimal. Die Faustregel lautet: „bis zu sechs Grad Celsius kälter als die Außentemperatur“. Wer zu stark kühlt, verbraucht nicht nur viel Energie, sondern belastet auch den eigenen Kreislauf, wenn er aus dem klimatisierten Auto aussteigt. Die regelmäßige Kontrolle der Reifen und des Luftdrucks ist grundsätzlich wichtig. Gemessen wird am kalten Reifen – also vor einer Fahrt oder kurz nach dem Losfahren. Das ist im Sommer besonders wichtig, weil der Druck bei hohen Temperaturen während der Fahrt stärker ansteigt als bei kalter Witterung. Wer am Morgen I vor Fahrtantritt den Reifendruck mit den vom Hersteller empfohlenen Angaben abgleicht, ist auf der sicheren Seite. Bei voll beladenem Auto, zum Beispiel für die Urlaubsfahrt, wird der Reifendruck oft leicht erhöht. Nach den Ferien wird er dann wieder auf den Normalwert abgesenkt. Nicht nur die Autotechnik benötigt im Sommer Aufmerksamkeit, sondern auch Fahrer und Mitfahrer. Es sollten stets Getränke an Bord sein. Keinesfalls sollten Kinder oder Haustiere im abgestellten Auto allein gelassen werden. Ein Fahrzeug kann sich in der Sonne gefährlich aufheizen, warnt die GTÜ. ampnet

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Aktionswoche gegen Alkohol

Rund 34.300 Alkoholunfälle in 2025

Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Alkohol (13.–21.6.), die alle zwei Jahre von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) organisiert wird, warnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat eindringlich weiterhin vor den erheblichen Risiken von alkoholbedingten Verkehrsunfällen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die dem DVR vorliegen, ereigneten sich im vergangenen Jahr in Deutschland rund 34.300 Alkoholunfälle. Dabei wurden 166 Menschen getötet, rund 3700 schwer und etwa 13.800 leicht verletzt. Zwar sank die Zahl der Todesopfer infolge von Alkoholunfällen um rund 16 Prozent und die Zahl der Schwerverletzten um etwa sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt die Bilanz aus Sicht des DVR erschütternd: Statistisch gesehen ereignet sich alle 15 Minuten ein Alkoholunfall, alle zwei Stunden wird ein Mensch schwer verletzt und etwa alle zwei Tage stirbt ein Mensch infolge eines Alkoholunfalls.

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„Die positive Entwicklung der Zahlen zeigt, dass Fortschritte möglich sind. „Auf dem Erreichten dürfen wir uns jedoch nicht ausruhen“, sagt DVR-Präsident Manfred Wirsch. „Alkoholunfälle sind durch verantwortungsvolles Handeln vollständig vermeidbar. „Wer trinkt, fährt nicht und wer fährt, trinkt nicht.“ In Deutschland gilt für Kraftfahrer derzeit ein abgestuftes System von Promillegrenzen zwischen 0,3 und 1,1 Promille. Je nach Blutalkoholkonzentration sowie zusätzlichen alkoholbedingten Ausfallerscheinungen oder Unfallbeteiligung werden Verstöße als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet. Ein absolutes Alkoholverbot gilt für Fahranfänger in der Probezeit sowie für junge Fahrer unter 21 Jahren. Der DVR fordert hingegen ein absolutes Alkoholverbot für alle Kraftfahrer. Zudem spricht sich der Verband dafür aus, eine medizinisch-psychologische Untersuchung künftig bereits in allen Fällen ab 1,1 Promille anzuordnen, statt wie bisher erst ab 1,6 Promille. „Das aktuelle Promille-System verharmlost eine tödliche Gefahr und vermittelt eine trügerische Sicherheit“, sagt Manfred Wirsch. Niemand könne nach zwei Bieren zuverlässig einschätzen, ob er noch fahrtüchtig sei. Zu Recht bestehe daher das Alkoholverbot für junge Fahrzeugführer. Ein generelles Alkoholverbot würde auch für E-Scooter gelten, die rechtlich als Kraftfahrzeuge eingestuft sind. Laut Destatis wurde 2024 bei etwa zwölf Prozent der rund 11.900 E-Scooter-Unfälle ein Alkoholeinfluss festgestellt. Doch auch im Radverkehr macht der DVR alarmierende Zahlen aus. 3 Laut Statistik verursachten alkoholisierte Fahrradfahrer im Jahr 2024 erstmals den größten Anteil aller Alkoholunfälle. ampnet


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