Plötzlich leuchtet es im Augenwinkel auf, irgendwo zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Ein Symbol, das man noch nie bewusst wahrgenommen hat, blinkt gelb oder rot im Autocockpit. War das schon immer da? Ist es schlimm? Die Kontrollleuchten im Armaturenbrett sprechen ihre ganz eigene Sprache. Manche Symbole wie eine stilisierte Ölkanne lassen sich einfach zuordnen, bei anderen kommen selbst erfahrene Autofahrer ins Grübeln.
Dabei folgt das System einer simplen Logik, basierend auf der jeweiligen Farbe. Grün und Blau sind unkritisch. Hier ist lediglich eine Funktion aktiv, beispielsweise ist das Fernlicht oder die Nebelschlussleuchte eingeschaltet. Gelb oder Orange hingegen sagen klar: Da bahnt sich ein Problem an, bitte zeitnah prüfen lassen. Bei Rot ist bereits ein einhandfestes Problem eingetreten. „In diesem Fall sollte man das Fahrzeug am besten direkt abstellen und einen Kfz-Fachbetrieb kontaktieren“, empfiehlt Otis Kortlüke von der Werkstattkette Vergölst. „Wer eine rote Leuchte ignoriert, riskiert teure Schäden oder die eigene Sicherheit.“
Was steckt hinter den Symbolen?
Vier Symbole tauchen besonders häufig auf. Leuchtet zum Beispiel während der Fahrt die Batteriewarnung auf, ein kleines Kästchen mit Plus- und Minuszeichen, das ein wenig an einen verschmitzten Roboter erinnert, stimmt etwas mit der Stromversorgung nicht. Meist steckt die Lichtmaschine hinter dem Problem, eine Prüfung durch Fachleute ist dringend empfohlen. Das gelbe Motorsymbol kann auf ein Problem der Motorsteuerung hindeuten. Leuchtet es konstant gelb, sollte man bald die Werkstatt ansteuern. Blinkt es hingegen, drohen Schäden an Katalysator und Abgassystem. Dann besser Tempo rausnehmen und schnellstmöglich prüfen lassen.
Die Ölkanne mit dem heraustropfenden Punkt kann zwei Botschaften signalisieren: Geht es um einen fälligen Wechsel, hat man noch etwas Zeit. Weist das Symbol jedoch auf einen zu geringen Öldruck hin und leuchtet das Symbol rot – zählt jede Minute. In diesem Fall gilt: sofort anhalten, Motor aus, Werkstatt anrufen. Unter www.vergoelst.de etwa findet man Ansprechpartner in der Nähe. Wichtig ist auch der Reifendruck: Das Symbol, ein Hufeisen mit Ausrufezeichen, sieht harmloser aus, als es ist. Stimmt der Druck nicht, leidet nicht nur der Verbrauch. Ein schleichender Plattfuß kann bei hohem Tempo lebensgefährlich sein, weil der Reifen überhitzen und im schlimmsten Fall platzen kann. Wer die Leuchte sieht, sollte den Druck zügig an der nächsten Tankstelle prüfen und bei einer wiederkehrenden Warnung eine Werkstatt aufsuchen.
DJD
Prüfen lassen ist besser
Mit Gebrauchtwagen-Zertifikat auf Nummer sicher gehen
Über 6,5 Millionen gebrauchte Pkw wechselten im Jahr 2025 deutschlandweit ihre Besitzer, berichtet das Kraftfahrtbundesamt. Damit ist der Gebrauchtwagenmarkt im Vergleich zum Neuwagengeschäft mehr als doppelt so groß. Wie können Kaufinteressenten beurteilen, ob das Auto der Wahl hält, was der Verkäufer verspricht? Ein frisch polierter Lack oder ein gesaugter Innenraum verraten wenig über den Zustand der Technik. Beim privaten Autokauf zählen oft das Bauchgefühl sowie die Angaben des Verkäufers. Beides kann trügerisch sein. Ein zurückgedrehter Tacho, ein verschwiegener Unfall oder eine schwächelnde Batterie zeigen sich bei der Probefahrt selten.
Vertrauenswürdige Fachleute vor Ort raten daher zu einem unabhängigen Fahrzeugcheck vor dem Kauf. So beruht etwa das Bosch Gebrauchtwagenzertifikat auf einer softwarebasierten und herstellerunabhängigen Überprüfung: Über die Diagnoseschnittstelle werden gespeicherte Daten zu Unfällen, möglicher Tachomanipulation, Fehlercodes, Serviceintervallen und – wichtig vor allem bei E-Autos – zum Batteriezustand ausgelesen. Unter www.boschcarservice.com/de etwa lassen sich Werkstätten in der Nähe für eine gründliche Fahrzeugüberprüfung finden.
djd