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Spitzenreiter SV Atlas: Topspiel mit Besuch aus Wilhelmshaven

November 2024: Doppelpacker Steffen Rohwedder (links) schießt den SVA zum 2:0-Heimsieg gegen Wilhelmshaven. Foto: Rolf Tobis

SV Atlas Delmenhorst vor Schlüsselduellen in der Oberliga Niedersachsen: Kampf um die Tabellenführung, Duell mit dem SV Wilhelmshaven und richtungsweisende Wochen im Spitzenfeld.

Mit dem 3:2-Sieg im Spitzenspiel gegen Germania Egerstorf-Langreder hat der SV Atlas Delmenhorst vor zwei Wochen endlich erfolgreich auf die bisherige Heimschwäche reagiert und sich eine Woche später mit einem 3:0-Pflichtsieg beim Schlusslicht SV Holthausen-Biene wieder an die Tabellenspitze gesetzt. Auch am morgigen Samstag ist wieder ein Heimerfolg eingeplant, wenn um 14 Uhr der SV Wilhelmshaven im Düsternorter Stadion seine Visitenkarte abgibt.

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Seit Mai 2025 Cheftrainer beim SVW: David Jahdadic. Foto: frei
Seit Mai 2025 Cheftrainer beim SVW: David Jahdadic. Foto: frei

Während der SVA am vorigen Wochenende sein Auswärtsspiel am Biener Busch souverän gewann, wobei Nico Poplawski und zweimal Joker Justin Dähnenkamp trafen, kam das Team vom Jadebusen Zuhause gegen den Lüneburger SK trotz früher Führung nicht über ein 1:1 hinaus. Dabei kassierte der Team von Trainer David Jahdadic in der Nachspielzeit wegen eines umstrittenen Platzverweises in Unterzahl spielend – noch den Ausgleich und steht nun vier Punkte hinter dem SVA auf Rang sechs.

Überhaupt stehen die Delmenhorster vor so etwas wie den „Wochen der Wahrheit“. Denn bereits am Samstag, den 22. November, empfängt Atlas den VfV Hildesheim, der aktuell punktgleich mit Atlas Platz zwei der Tabelle belegt – wobei der SVA ein Spiel weniger bestritten hat. Danach geht es eine Woche später, am Freitag, 28. November, zum Heeslinger SC. Auch dieser Gegner gehört als Fünfter der erweiterten Spitzengruppe an.

Bisher gab es 14 Spiele zwischen Atlas und Wilhelmshaven. Die Bilanz aus Sicht von Atlas: acht Siege, ein Remis und fünf Niederlagen. Die Atlas-Heimbilanz lautet 4-1-2. In der vorigen Saison gewann der SVA beide Spiele gegen den SVW - 2:0 daheim und am letzten Spieltag 4:2 auswärts. Atlas wurde Dritter, Wilhelmshaven Elfter.

Der SV Wilhelmshaven entstand am 19. Juli 1972 durch die Fusion des Wilhelmshaven 05 und Germania Wilhelmshaven. Bei seiner Gründung hatte der SV Wilhelmshaven mehr als 3000 Mitglieder, stand sportlich aber im Schatten des in der Regionalliga Nord spielenden TSR Olympia Wilhelmshaven. Der SVW kam in der seinerzeit viertklassigen Verbandsliga Nord nicht über Mittelfeldpositionen hinaus und stieg 1977 in die Bezirksliga 1 ab.

Dafür erzielte der Verein im Nachwuchsbereich einige Erfolge. So gewann die A-Jugend 1979 den norddeutschen Pokal. Nachdem diese Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft aufrückten, sicherten sich die Wilhelmshavener ein Jahr später die Meisterschaft der Bezirksliga Weser/Ems-Nord und in der nächsten Saison ungeschlagen den Durchmarsch in die Landesliga West.

Wolf Werner Trainer beim SVW

1989 traf der SVW erstmals auf den TSR Olympia, der gerade zweimal in Folge abgestiegen war. Während Olympia nur mit Mühe einen weiteren Abstieg verhinderte, wurde der SV Vizemeister hinter den Amateuren von Hannover 96. Durch einen 3:2-Sieg über Rot-Weiß Steterburg gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Niedersachsen. Der Klassenerhalt wurde dann aufgrund des schlechteren Torverhältnis gegenüber dem VfV Hildesheim verpasst.

Mit der Verpflichtung des ehemaligen Bundesligatrainers Wolf Werner sorgte der Verein bundesweit für Aufsehen. Als Tabellendritter zog die Mannschaft in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein, belegte dort jedoch nur den dritten Platz. Ein Jahr später wurde die durch Ex-Profis wie Reinhold Tattermusch und Thorsten Schlumberger verstärkte Mannschaft Niedersachsenmeister und schaffte durch die Ligenreform den Aufstieg in die Regionalliga Nord.

Am 1. August 1999 zogen die Wilhelmshavener schließlich in das neu gebaute städtische Jadestadion im Sportforum um und sorgten mit der Verpflichtung des litauischen Nationalspielers Valdas Ivanauskas für Aufsehen. Als Tabellenvierter qualifizierte sich der SVW für die zweigleisige Regionalliga und verzeichnete mit 3845 Zuschauern im Schnitt einen bis heute gültigen Zuschauerrekord.

Da dem SVW 2014 aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz für die Oberliga Niedersachsen erteilt wurde, startete der Verein in der Saison 2014/15 in der sechstklassigen Landesliga. Weser-Ems. Sportlich ging die Talfahrt des Vereins weiter und führte die Wilhelmshavener im Jahre 2016 zum Abstieg in die Bezirksliga.

Nach zahlreichen Querelen und Gerichtsprozessen mit unterschiedlichem Ausgang gelang 2022 der Wiederaufstieg in die Landesliga, wo sich der Aufwärtstrend fortsetzte.

Nach einem dritten Platz in der Saison 2023/24 gelang ein Jahr später der Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen.

Dieter Freese

So geht's weiter

Sa., 22.11., 14 Uhr: Atlas - VfV Hildesheim.

Fr., 28.11., 19.30 Uhr: Heeslinger SC - SV Atlas.

Mi., 3. 12., 19.30 Uhr: SV Meppen II - Atlas.

Sa., 6.12., 14 Uhr: Atlas - Braunschweig U23.

Sa., 21. 2., 15 Uhr: MTV Wolfenbüttel - Atlas.

Sa., 28. 2., 15 Uhr: Atlas - Lupo Martini Wolfsburg. -

So., 8.3., 15 Uhr: SC Spelle-Venhaus - Atlas.

Sa., 14.3., 15 Uhr: Atlas - Lüneburger SK.

Sa., 21.3., 14 Uhr: BSV Rehden - SV Atlas.

So., 29.3., 15 Uhr: TuS Bersenbrück - Atlas.


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