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Weigmann Brillen in Delmenhorst: Lange Geschichte des Unternehmens mündet 1951 an der Delme

Gregor Weigmann stellt die neue technische Errungenschaft - die Kl-gesteuerte Netzthautanalyse - vor. Foto: Dieter Freese

75 Jahre: Das Familienunternehmen bietet moderne Augenoptik, Kontaktlinsen, Sehtests, biometrische Brillengläser und Netzhautanalyse

Zwar feierte die Traditionsfirma Weigmann Brillen 2020 bereits das 125-jährige Jubiläum, in Delmenhorst ist das Unternehmen aber erst seit 1951 angesiedelt und feiert deshalb jetzt das 75-jährige Jubiläum. Davon sollen vor allem die Kundinnen und Kunden etwas haben, die von Gutschein-Aktionen profitieren können.

Die Geschichte dieses Familienunternehmens begann schon 1895. Aus kleinen Anfängen heraus eröffnete der Augenoptikermeister Max Weigmann am 1. Juli in Glatz/Schlesien ein Geschäft für Optik und optische Instrumente, das sich trotz der Wirren zweier Weltkriege erfolgreich entwickelte, dessen Existenz aber 1945 durch Enteignung und Ausweisung zunächst gestoppt wurde.

Unternehmen aus der Region

Der Sohn des Gründers, Augenoptikermeister Alfons Weigmann, nahm am 1. Januar 1951 nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft die Familientradition in Delmenhorst mit der Neueröffnung eines Augenoptik-Fachgeschäftes in der Bahnhofstraße 38 wieder auf.

1951: Max Weigmans Sohn Alfons Weigmann (links), hier mit seiner Frau Eleonore, eröffnet das neue Geschäft an der Bahnhofstraße 38. Foto: privat
1951: Max Weigmans Sohn Alfons Weigmann (links), hier mit seiner Frau Eleonore, eröffnet das neue Geschäft an der Bahnhofstraße 38. Foto: privat

Seit 1963 in einem eigenen Geschäftshaus mit vergrößerten Betriebsräumen - wurde das Spektrum an Angeboten ständig erweitert. 1964 wurde eine Hörgeräteabteilung angegliedert und 1970 kam, damals als Erste in Delmenhorst, die Kontaktlinsenabteilung hinzu. 1978 übergab Alfons Weigmann das Geschäft an seinen Sohn, den staatlich geprüften Augenoptikermeister Franz Weigmann. Als Anfang der 80er Jahre der im selben Haus praktizierende Augenarzt in Pension ging, wurde die ehemalige Praxis in die Geschäftsräume einbezogen und mit einem Fahrstuhl verknüpft. Kontaktlinsen und Hörgeräte, Refraktion (Sehtest) und die Kinderbrillen bekamen eigene, großzügige Räumlichkeiten. 1983 zog der Computer mit einem „handgestrickten“ Programm, welches damals seiner Zeit voraus war und sich über Jahre bewährte ein und das mit einer - Festplatte von 105 MB. Im Mai 1995 wurde in Ganderkesee die erste Filiale eröffnet.

Zum 100-jährigen Jubiläum übergab Franz Weigmann 1995 das Geschäft in die Hände der vierten Generation, an seinen Sohn Gregor, ebenfalls staatlich geprüfter Augenoptikermeister, der das Geschäft aktuell noch führt.

Im Jahr 2000 wurde der Laden auf den jetzigen Stand umgebaut. 2007 wurde die Hörgeräteabteilung an die „Hörstube“ verkauft, die das 1. Obergeschoss nun vollständig nutzte. Die Kontaktlinsenabteilung und Augenglasbestimmung zog nach unten, so dass die Wege für die Kunden kürzer wurden. Immer wieder sind und waren die „Weigmänner“ bestrebt, mit modernster Technik das beste Seherlebnis bieten zu können. So wurden zum Beispiel neue Messgeräte angeschafft, die die Anpassung biometrischer Brillengläser ermöglichen. Neben Führerschein-Sehtests werden auch biometrische Passbilder erstellt.

Unternehmen aus der Region

Die neueste technische Errungenschaft ist die KI-unterstützte Netzhautanalyse (siehe Text unten links), wobei der Kunde das Ergebnis sofort bekommt.

Deteter Freese


Analyse der Netzhaut verrät eine Menge

Kl-gesteuerte Aufnahmen

KI-gesteuert ist die neuste Möglichkeit des Augenchecks bei Weigmann-Brillen in der Bahnhofsstraße von Delmenhorst. Genauer gesagt geht es um eine Netzhautanalyse, eine kontaktlose Aufnahme der Netzhaut mittels modernster Kamera. „Damit werden nicht nur Erkrankungen des Auges erkannt. Mit einem Blick in das Auge erfährt man auch viel über Herz- und Kreislauferkrankungen. „Wir hatten schon Kunden, die erstaunt waren, dass wir ihnen auf Grund des Untersuchungsergebnisses geraten haben, zum Hausarzt zu gehen“, erzählt Gregor Weigmann. Dort seien dann auch Erkrankungen festgestellt worden. Das Hauptziel der Untersuchung ist aber ein professioneller Augencheck mit der 12-Stufen-Sehanalyse.
dfr


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