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Wichtig für Herzgesundheit

Wertvolle Werte: Im EKG können Herzrhythmusstörungen erkannt werden.    Foto: dpa

So geht Herzvorsorge - spätestens ab 50

Bluthochdruck, Cholesterin, EKG: Ab einem Alter von 35 Jahren empfiehlt die Deutsche Herzstiftung regelmäßige Checks, um Herzkrankheiten vorzubeugen. Was dabei besonders wichtig ist. 

Wer ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig bestimmte Gesundheitswerte überprüfen lässt, kann Herzkrankheiten vorbeugen – und damit oft viele Lebensjahre gewinnen. 

Darauf machen die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie anlässlich des aktuellen Herzberichts 2025 aufmerksam. Ihr Appell: Ein Herz-Kreislauf-Gesundheitscheck sollte spätestens ab 50 zum festen Bestandteil der Vorsorge gehören - besser noch ab 35. 

Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick:
1. Blutdruck regelmäßig messen: Bluthochdruck ist laut Herzstiftung der häufigste beeinflussbare Risikofaktor für Herzleiden wie Vorhofflimmern oder Herzschwäche - oft bleibt er lange unbemerkt. Deshalb gilt: Blutdruck regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf gut einstellen lassen.
2. Rauchen aufgeben - am besten mit Unterstützung: Etwa jeder fünfte Herz-Kreislauf-Todesfall weltweit geht laut WHO auf das Rauchen zurück. Die Herzstiftung empfiehlt Programme zur Raucherentwöhnung - diese werden von vielen Krankenkassen bezuschusst, auch wenn es noch kein einheitliches Angebot gibt.

Unternehmen aus der Region

3. Körpergewicht im Blick behalten: Gerade Fettgewebe im Bauchraum oder rund ums Herz kann Entzündungen fördern. Ein einfacher Weg zur Einschätzung des Risikos: Taille messen oder Body-Mass-Index (BMI) bestimmen - bei Bedarf mit ärztlicher Unterstützung gegensteuern.
4. Herzrhythmus per EKG checken lassen: Ein EKG kann Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern sichtbar machen. Wird dieses rechtzeitig erkannt und behandelt, sinkt das Schlaganfall-Risiko deutlich - um bis zu 70 Prozent, so die Herzstiftung.

5. Cholesterinwerte kennen: Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert ist der wichtigste Risikofaktor für Arterienverkalkung und damit für Herzinfarkte. Auch das Blutfett Lp(a) sollte einmal im Leben gemessen werden, raten die Experten.
6. Langzeitblutzucker kontrollieren: Ein erhöhter HbA1c-Wert kann auf Diabetes oder dessen Vorstufe hinweisen und ist auch ein Warnsignal für das Herz-Kreislauf-Risiko. Regelmäßige Messungen helfen, früh gegenzusteuern. 

7. Nierenfunktion testen lassen: Nierenerkrankungen treten oft gemeinsam mit Herzproblemen auf. Laboruntersuchungen von Blut und Urin können frühzeitig Hinweise geben - und ermöglichen eine gezielte Behandlung.
Die Deutsche Herzstiftung bietet auch eine kostenfreie App ("HerzFit", erhältlich im App Store und bei Google Play) an, die helfen kann, das eigene Herzalter zu bestimmen und das persönliche Infarktrisiko zu senken.
Viele körperliche Veränderungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen können schon in der Frühphase erkannt und behandelt werden, so die Deutsche Herzstiftung.


dpa


Jede Minute zählt

Diesen einfachen Test sollte jeder kennen

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute - schließlich werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und nehmen Schaden. Doch wie erkennt man den Notfall? Die häufigsten Symptome für einen Schlaganfall sind laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe:
* Sehstörungen
* Sprech- und Sprachverständnisstörungen
* halbseitige Lähmungen und Taubheitsgefühle
* Schwindel mit Gangunsicherheit
* sehr starke Kopfschmerzen

"Mir kommt mein Gegenüber seltsam vor": Wer diesen Eindruck hat, kann mit dem sogenannten FAST-Test prüfen, ob womöglich ein Schlaganfall vorliegt. Die vier Buchstaben helfen bei einer ersten Einschätzung - und helfen beim Handeln:
*F wie face (engl. für Gesicht): Man bittet das Gegenüber, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herab oder wirkt das Gesicht asymmetrisch, deutet das auf eine halbseitige Lähmung hin. *A wie arms (engl. für Arme): Nun bittet man die Person, beide Arme nach vorn zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Ist das nicht möglich, spricht auch das für eine halbseitige Lähmung. 

Unternehmen aus der Region

* S wie speech (engl. für Sprache): Die Person soll einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder spricht verwaschen, ist das ein Warnzeichen.
* T wie time (engl. für Zeit): Liegen die genannten Anzeichen vor, sollte man so schnell wie möglich den Notruf 112 wählen und den Schlaganfall-Verdacht äußern. 

Übrigens: Beim Durchführen des FAST-Tests kann man sich auch digital unterstützen lassen. Die Schlaganfall-Hilfe bietet für Android und iOS die App "FAST-Test: Schlaganfall-Check“ an. Sie führt auf Deutsch, Englisch oder Türkisch durch den Test, auch Audiodateien zum Vorspielen sind Teil des Angebots.



dpa


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