Zehn Jahre nach seinem Erfolg als Plug-in-Pionier ist der Mitsubishi Outlander wieder auf dem deutschen Markt unterwegs. Seit gut einem Jahr steht die vierte Generation bei den Händlern, und mit mehr als 1800 Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 rangiert das große SUV hinter dem ASX bereits auf Platz zwei im hiesigen Mitsubishi-Programm. Schon beim Einsteigen fällt auf, dass Mitsubishi beim Outlander nicht dem verbreiteten Reflex gefolgt ist, möglichst jede Funktion in einem Touchscreen zu verstecken. Der Fahrer sitzt hinter einem klar gegliederten Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays, einem digitalen Kombiinstrument und einem zentralen Infotainment-Bildschirm.
Die Grafik ist modern genug, die Darstellungen sind übersichtlich, und vor allem bleiben wichtige Funktionen dort erreichbar, wo man sie während der Fahrt erwartet. Tasten am Lenkrad, separate Bedienelemente, ein Drehregler für die Fahrprogramme und ein konventionell wirkender Schalthebel verhindern, dass einfache Handgriffe zur Menüsuche werden.
Das ist nicht spektakulär, aber im Alltag angenehm. Klimafunktionen, Fahrprogramme und Einstellungen des Antriebs lassen sich ohne größere Ablenkung bedienen. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos, eine induktive Ladeschale gehört zur Ausstattung.
Ansonsten ist das Interieur auf Langstrecke ausgelegt. Die Sitze sind weich gepolstert und auf Komfort ausgelegt. Im Fond profitieren Passagiere vom 2,70 Meter langen Radstand. Zwei Erwachsene finden ordentlich Platz, drei sitzen eher zweckmäßig als großzügig.
Der Kofferraum fasst rund 495 Liter, bei umgelegter Rückbank wächst das Volumen auf gut 1400 Liter.
Auf der Straße bestätigt sich rasch, dass Mitsubishi eine Prioritäten klar gesetzt hat. Der Outlander PHEV fährt weich an, beschleunigt spontan und lässt sich im Stadtverkehr überraschend unaufgeregt bewegen. Das liegt vor allem an den beiden Elektromotoren, die an Vorder- und Hinterachse arbeiten.
Der Outlander hat keinklassisches Getriebe und auch kein CVT, das den Verbrenner unter Last auf eine hohe, gleichförmige Drehzahl festnagelt. Die Antriebssteuerung entscheidet selbstständig, ob das SUV rein elektrisch fährt, ob der Benziner als Generator Strom für die E-Motoren erzeugt oder ob er bei höherem Tempo direkt zum Antrieb beiträgt.
Das sorgt besonders auf Landstraßen und im Stadtverkehr für eine angenehme Ruhe. Auch bei Autobahn-tempo bleibt der Innenraum gut gedämmt. Windund Abrollgeräusche werden wirksam gefiltert, der Verbrenner hält sich meist im Hintergrund. Das macht den Mitsubishi zu einem entspannten Reisewagen.
Das serienmäßige Allradsystem S-AWC verteilt die Antriebskraft auf beide Achsen und bietet sieben Fahrprogramme, darunter Einstellungen für Schnee, Matsch oder Schotter. Im normalen Straßenbetrieb ist davon wenig zu spüren, außer dass der Outlander auch bei nasser Fahrbahn stabil und berechenbar bleibt.
Für den regelmäßigen Geländeeinsatz ist das SUV trotz dieser Möglichkeiten kaum gedacht, doch auf unbefestigten Zufahrten, winterlichen Nebenstraßen oder nassen Wiesen dürfte das System mehr Reserven bieten, als die meisten Besitzer benötigen werden.
Unterm Strich ist der Outlander PHEV ein komfortbetontes, angenehm leises SUV mit verständlicher Bedienung und einem im Alltag unauffällig arbeitenden Hybridantrieb.
Seine Schwächen liegen weniger im Fahren als in der trägen AC-Ladetechnik und dem hierzulande kaum noch relevanten CHAdeMO-Anschluss.
aum
Was beim Fahren auf der Strecke bleibt
Mikroplastik beim Reifenabrieb
Mikroplastik denken viele an Verpackungen oder Kosmetik – aber kaum jemand an Autoreifen. Dabei entstehen bei jeder Fahrt winzige Partikel, die sich von Gummi und Straßenbelag lösen. Ein Teil davon zählt zum Mikroplastik, ein anderer gilt als Feinstaub. Beides ist kaum sichtbar, gelangt aber dennoch in Böden, Gewässer und die Luft – und rückt zunehmend in den Fokus von Forschung und Gesetzgebung.
Die Euro-7-Norm
Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC entstehen in der EU jedes Jahr rund 500 000 Tonnen Reifenabrieb. In Deutschland entspricht das etwa einem Drittel aller Mikroplastik-Emissionen. Die Untersuchungen zeigen zudem deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Reifenmodellen und -herstellern. Je geringer der Abrieb, desto weniger Partikel gelangen in die Umwelt.
Der Abrieb entsteht beim Fahren zwangsläufig, doch wie viel davon freigesetzt wird, hängt stark vom Material und vom Reifendesign ab. Deshalb arbeiten reifen firmen seit Jahren daran, die Emissionen zu verringern Besonders seit die Euro-7-Norm erstmals auch Grenzwerte für Abrieb vorsieht, wird das Thema neu bewertet.
Michelin beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren mit der Frage, wie sich die Auswirkungen dieser Partikel begrenzen lassen. In Forschungslabors werden biologische Abbauprozesse analysiert – mit dem Ziel, Reifen zu entwickeln, deren Abrieb sich in der Umwelt schneller zersetzt.
Zugleich wird kontinuierlich an der Haltbarkeit der Reifen gearbeitet. Denn je länger die Lebensdauer, desto weniger Material wird für neue Reifen eingesetzt. Durch optimierte Gummimischungen, gezielte Profilgestaltung und stabile Konstruktionen lässt sich der Abrieb spürbar reduzieren, ohne Kompromisse bei der Sicherheit.
Fakt ist: Reifenabrieb kann nicht vollständig vermieden werden, aber er lässt sich beeinflussen. Beispielsweise durch das eigene Fahrverhalten – denn je sanfter beschleunigt und gebremst wird, desto geringer der Abrieb. Aber auch der Reifenkauf beeinflusst die Feinstaubemissionen: Wer beim Reifenkauf auf hochwertige und langlebige Pneus achtet, trifft eine Entscheidung, die Umwelt und Verkehrssicherheit gleichermaßen berücksichtigt.
txn
Epiq First Edition startet bei 38 950 Euro
Skoda: Limitierte Variante mit stärksten Antrieb der Baureihe
Der Škoda Epiq 55 First Edition ist ab sofort bestellbar. Für 38 950 Euro kombiniert die limitierte Variante den stärksten Antrieb der Baureihe mit exklusiven Designmerkmalen. Orangefarbene Akzente an Außenspiegeln, Karosserie und schwarzen 20-Zoll-Leichtmetallrädern treffen auf eine hochglänzende Dachreling sowie dunkle Schriftzüge.
Im Innenraum ergänzen orange Sicherheitsgurte, Kontrastnähte, Edelstahlpedale, ein schwarzer Dachhimmel und spezielle Einstiegsleisten das Erscheinungsbild. Matrix-LED-Scheinwerfer mit Dynamischem Fernlichtassistenten, beheizbare Vordersitze, Lenkrad, 2-Zonen-Climatronic, Rückfahrkamera, schlüsselloser Zugang und induktives Laden gehören ebenfalls zum Serienumfang. Der Elektromotor liefert 155 kW (211 PS) und 290 Nm. Zusammen mit der 55-kWh-Batterie sollen bis zu 430 Kilometer Reichweite möglich sein. Der Epiq basiert als erstes Skoda-Modell auf der MEB+-Plattform und verfügt über Frontantrieb. Neben der First Edition bleiben Essence und Selection bestellbar.
aum